Welche Vögel leben in Italien? Die wichtigsten Arten für Urlauber
Italien ist nicht nur wegen seiner Landschaften, Strände und historischen Städte interessant. Das Land besitzt auch eine ausgesprochen vielfältige Vogelwelt. Zwischen den Alpen im Norden, der Po-Ebene, den Küsten der Adria, dem Apennin sowie Sardinien und Sizilien liegen sehr unterschiedliche Lebensräume.

Entsprechend groß ist die Auswahl an Vogelarten. Urlauber können in Italien unter anderem Flamingos, Reiher, Bienenfresser, Wiedehopfe, Eisvögel, Falken, Adler, Geier und zahlreiche Wasservögel beobachten. Hinzu kommen alltägliche Arten wie Amseln, Stare, Tauben und die für Italien typische Italienische Sperling beziehungsweise Passera d’Italia.
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Italien ist außerdem für Zugvögel wichtig. Die langgestreckte Halbinsel liegt zwischen Mitteleuropa und Afrika und wird im Frühjahr und Herbst von zahlreichen wandernden Vogelarten genutzt.
In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Vögel in Italien vor und zeigen, welche Arten Urlauber mit etwas Glück beobachten können. Außerdem geht es um besonders interessante Regionen für die Vogelbeobachtung, darunter Sardinien, Sizilien, die Toskana, das Po-Delta und die italienischen Alpen.
Vögel in Italien auf einen Blick
- Italien besitzt durch Alpen, Mittelmeer, Inseln, Feuchtgebiete und Gebirge sehr unterschiedliche Vogellebensräume.
- Besonders auffällig sind Flamingos, Bienenfresser, Wiedehopfe, Reiher und verschiedene Greifvögel.
- Sardinien, Sizilien und das Po-Delta gehören zu den interessantesten Regionen.
- Im Frühjahr und Herbst kommen zahlreiche Zugvögel hinzu.
- Viele interessante Arten lassen sich auch ohne spezielle Vogelbeobachtungstour entdecken.
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Wie viele Vogelarten gibt es in Italien?
Die italienische Vogelwelt ist wesentlich größer, als viele Urlauber vermuten. Neben dauerhaft im Land lebenden Arten gibt es Brutvögel, Wintergäste und zahlreiche Arten, die Italien hauptsächlich während des Vogelzugs besuchen.
Allein die italienische Vogelschutzorganisation LIPU stellt rund 300 Vogelarten in ihren Artenporträts vor. Dazu gehören alltägliche Vögel ebenso wie seltene Greifvögel, Seevögel und Zugvögel.
Welche Arten man tatsächlich sieht, hängt stark von Region und Jahreszeit ab. Ein Urlauber an einem Strand in Rimini begegnet einer völlig anderen Vogelwelt als ein Wanderer in den Dolomiten oder ein Besucher eines Feuchtgebietes auf Sardinien.
Siehe auch: Tierwelt Italien
Die häufigsten Vögel in Italien
Wer keine spezielle Vogelbeobachtung betreibt, sieht zunächst ähnliche Arten wie in Mitteleuropa. Amseln, Stare, Elstern, Tauben und verschiedene Meisen sind weit verbreitet.
LIPU nennt für Gärten unter anderem Amsel, Rotkehlchen, Italiensperling, Kohlmeise und Blaumeise als häufig zu beobachtende Arten.
Interessanter werden für deutsche Urlauber jedoch die Arten, die man zu Hause wesentlich seltener oder überhaupt nicht sieht.
Italiensperling – ein typischer Vogel Italiens
Ein kleiner Vogel, den viele Urlauber kaum beachten, ist ornithologisch besonders interessant: der Italiensperling (Passer italiae).
Er sieht auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Spatz aus und ist in vielen Städten und Dörfern zu beobachten. Gerade deshalb wird er von Urlaubern häufig nicht als besondere Art wahrgenommen.
In italienischen Städten gehört er vielerorts zum normalen Straßenbild. Man findet ihn auf Plätzen, an Gebäuden, in Parks, Gärten und rund um Straßencafés.
Wer sich für Vögel interessiert, sollte deshalb auch bei vermeintlich gewöhnlichen Spatzen etwas genauer hinsehen.
Amseln
Die Amsel gehört auch in Italien zu den alltäglichen Vögeln. Sie kommt in Gärten, Parks, Wäldern und Siedlungen vor.
Für deutsche Urlauber ist sie natürlich keine Besonderheit. Trotzdem zeigt sie gut, dass die italienische Vogelwelt keineswegs nur aus mediterranen Arten besteht.
Stare
Auch Stare sind weit verbreitet. Besonders spektakulär können große Schwärme sein, die sich außerhalb der Brutzeit bilden.
Berühmt sind vor allem die riesigen Starenschwärme in Rom. Tausende Vögel können dort gemeinsam ihre Schlafplätze aufsuchen und dabei große Formationen am Himmel bilden.
Das Schauspiel ist eindrucksvoll, verursacht in der Stadt allerdings auch Probleme durch Lärm und große Mengen Vogelkot.
Tauben und Türkentauben
In italienischen Städten gehören Tauben zum gewohnten Bild. Auf historischen Plätzen treten Straßentauben teilweise in großer Zahl auf.
Daneben kommen Ringeltauben und Türkentauben vor. Gerade die Ringeltaube hat sich in vielen europäischen Städten stark ausgebreitet.
Tiere in Italien: Weitere Ratgeber
Von Meerestieren bis zu Spinnen und Skorpionen: In unseren Ratgebern erfahren Sie mehr über Tiere, die Urlauber in Italien und besonders in Kampanien beobachten können.
- Tiere in Italien – Überblick über Tierarten an Land und im Meer
- Gefährliche Tiere in Kampanien – welche Tiere für Urlauber tatsächlich relevant sind
- Giftige Spinnen in Italien – Arten, Vorkommen und mögliche Gefahren
- Skorpione in Italien – Vorkommen und Gefährlichkeit
- Eidechsen und Geckos in Italien – häufige Arten und wo man sie sieht
- Delfine in Italien – Arten und Möglichkeiten zur Beobachtung
- Delfine im Golf von Neapel – Delfine vor Neapel, Capri und den Inseln
- Haie bei Capri und an der Amalfiküste – Arten und Risiko beim Baden
- Quallen in Italien – Arten, Vorkommen und Verhalten bei Kontakt
- Quallen an der Amalfiküste – Vorkommen rund um Amalfi und die Küste
- Fische in Italien – typische Fischarten im Mittelmeer
- Meerestiere bei Capri, Ischia und Amalfi – Tiere im Golf von Neapel und an der Amalfiküste
Flamingos in Italien
Zu den auffälligsten Vögeln Italiens gehören zweifellos die Rosaflamingos.
Viele Urlauber verbinden Flamingos eher mit Afrika oder tropischen Regionen. Tatsächlich gibt es jedoch auch im Mittelmeerraum bedeutende Populationen.
In Italien können Flamingos unter anderem auf Sardinien, Sizilien, in der Toskana und im Bereich des Po-Deltas beobachtet werden.
Sie bevorzugen flache salzhaltige Gewässer, Lagunen und Salinen. Dort stehen die Vögel häufig in größeren Gruppen im Wasser und suchen nach Nahrung.
Flamingos auf Sardinien
Sardinien gehört zu den besten italienischen Reisezielen für Urlauber, die Flamingos beobachten möchten.
Besonders bekannt sind die Feuchtgebiete rund um Cagliari. Flamingos können hier teilweise erstaunlich nahe an der Stadt beobachtet werden.
Die großen rosafarbenen Vögel sind kaum zu übersehen. Erwachsene Flamingos erreichen eine beträchtliche Körpergröße und fallen sowohl im flachen Wasser als auch im Flug sofort auf.
Wer ohnehin einen Urlaub im Süden Sardiniens verbringt, benötigt deshalb nicht unbedingt eine spezielle Vogelreise, um eine Chance auf Flamingos zu haben.
Flamingos in der Toskana
Auch an der toskanischen Küste gibt es geeignete Feuchtgebiete. Besonders interessant sind Lagunen und Schutzgebiete in der Maremma.
Damit lässt sich ein klassischer Toskanaurlaub relativ einfach mit Natur- und Vogelbeobachtungen verbinden.
Flamingos im Po-Delta
Ein weiteres bedeutendes Gebiet liegt im Nordosten Italiens. Das Po-Delta mit seinen Lagunen, Kanälen, Salinen und flachen Gewässern gehört generell zu den besten Vogelbeobachtungsgebieten des Landes.
Neben Flamingos leben beziehungsweise rasten hier zahlreiche Reiher, Enten, Limikolen und andere Wasservögel.
Bienenfresser in Italien
Einer der schönsten Vögel, denen Urlauber in Italien begegnen können, ist der Bienenfresser (Merops apiaster).
Sein Gefieder ist ungewöhnlich farbenprächtig. Blau, Grün, Gelb und Braun machen ihn schon aus einiger Entfernung auffällig.
Bienenfresser ernähren sich von fliegenden Insekten. Dazu gehören nicht nur Bienen, sondern auch Wespen, Libellen und andere größere Insekten.
Typisch ist die Jagd von einem erhöhten Sitzplatz. Der Vogel sitzt beispielsweise auf einem Ast oder einer Stromleitung, startet zu einem kurzen Jagdflug und kehrt anschließend häufig zu seinem Sitzplatz zurück.
Auch Untersuchungen italienischer Brutvögel zeigen den Bienenfresser als etablierte Brutart; in einem mehrjährigen Stadtatlas von Pisa wurde beispielsweise eine deutliche Zunahme festgestellt.
Wann sieht man Bienenfresser in Italien?
Bienenfresser sind Zugvögel. Sie verbringen nicht das gesamte Jahr in Italien, sondern kommen zur Brutzeit aus ihren afrikanischen Winterquartieren nach Europa.
Für Urlauber sind deshalb vor allem Frühling und Sommer interessant.
In offenen Landschaften mit geeigneten Brutplätzen können Bienenfresser auch in Gruppen auftreten.
Wiedehopf in Italien
Ein weiterer auffälliger Vogel ist der Wiedehopf (Upupa epops).
Seine große Federhaube, die schwarz-weißen Flügel und der lange gebogene Schnabel machen ihn praktisch unverwechselbar.
Der Wiedehopf bevorzugt warme, offene und strukturreiche Landschaften. Deshalb findet er in vielen Teilen Italiens geeignete Lebensräume.
Er sucht einen großen Teil seiner Nahrung am Boden. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Insekten und deren Larven.
Wer in ländlichen Gebieten, Olivenhainen oder offenen mediterranen Landschaften unterwegs ist, hat bessere Chancen als mitten in einer dicht bebauten Innenstadt.
Eisvögel in Italien
Auch der Eisvogel lebt in Italien. Mit seinem leuchtend blauen beziehungsweise türkisfarbenen Rücken und der orangefarbenen Unterseite gehört er zu den auffälligsten europäischen Vögeln.
Er lebt an Gewässern und ernährt sich hauptsächlich von kleinen Fischen. Häufig sitzt er auf einem Ast über dem Wasser und startet von dort seine Jagd.
Trotz seiner auffälligen Farben ist ein Eisvogel nicht immer leicht zu entdecken. Oft sieht man lediglich einen blauen Vogel sehr schnell und niedrig über die Wasseroberfläche fliegen.
Feuchtgebiete, langsam fließende Flüsse, Seen und andere fischreiche Gewässer bieten gute Lebensbedingungen.
Wer sich generell für die Tiere unter der Wasseroberfläche interessiert, findet in unserem Artikel über Fische in Italien einen ausführlichen Überblick über die italienische Fischwelt.
Reiher in Italien
Italien besitzt zahlreiche geeignete Lebensräume für Reiher. LIPU führt unter anderem Graureiher, Purpurreiher, Silberreiher und Kuhreiher in seiner italienischen Artenübersicht.
Reiher findet man vor allem an Flüssen, Seen, Lagunen, Reisfeldern und anderen Feuchtgebieten.
Graureiher
Der Graureiher ist auch aus Deutschland bekannt. Er gehört zu den größten europäischen Reihern und ist an Seen und Flüssen relativ leicht zu erkennen.
Silberreiher
Der große, vollständig weiße Silberreiher ist ebenfalls auffällig. Er hält sich häufig in flachen Gewässern und Feuchtwiesen auf.
Kuhreiher
Für Urlauber interessanter ist möglicherweise der Kuhreiher. Er ist kleiner und kompakter als der Silberreiher und sucht häufig auf Wiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen nach Nahrung.
Wie der Name vermuten lässt, hält er sich nicht selten in der Nähe von Weidetieren auf.
Greifvögel in Italien
Auch die Vielfalt der Greifvögel in Italien ist groß. Adler, Falken, Bussarde, Milane und Geier kommen je nach Region vor.
Besonders interessant sind Gebirge, felsige Landschaften und dünn besiedelte Regionen.
Steinadler
Der Steinadler gehört zu den bekanntesten großen Greifvögeln Italiens.
Er kommt vor allem in Gebirgsregionen vor. Dazu gehören die Alpen, aber auch geeignete Bereiche des Apennins.
Für einen normalen Städteurlauber spielt der Steinadler kaum eine Rolle. Wer dagegen in den italienischen Alpen oder in abgelegenen Gebirgslandschaften wandert, kann mit etwas Glück einen Adler am Himmel entdecken.
Die große Flügelspannweite ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Aus großer Entfernung ist die genaue Bestimmung trotzdem nicht immer einfach.
Wanderfalke
Der Wanderfalke ist in Italien weit verbreitet. Nach Angaben von LIPU kommt er praktisch in allen Regionen des Landes vor; die italienische Brutpopulation umfasst mehr als 2.000 Paare. Neben Felslandschaften nutzt er inzwischen teilweise auch große Gebäude in Städten als Brutplätze.
Damit ist der Wanderfalke ein gutes Beispiel dafür, dass interessante Vögel nicht nur in abgelegenen Naturschutzgebieten vorkommen.
Turmfalke
Der kleinere Turmfalke ist ebenfalls häufig zu beobachten. Typisch ist sein sogenannter Rüttelflug: Der Vogel bleibt mit schnellen Flügelschlägen scheinbar an einer Stelle in der Luft stehen und sucht den Boden nach Beute ab.
Turmfalken kommen auch in Städten vor und nutzen hohe Gebäude als Ersatz für natürliche Felsen.
Geier in Italien
Italien besitzt auch mehrere Geierarten. Für normale Urlauber sind Begegnungen allerdings wesentlich seltener als mit Falken oder Bussarden.
Zu den interessanten Arten gehören Gänsegeier und Bartgeier. Letzterer ist besonders eng mit Gebirgsregionen verbunden.
Durch Schutz- und Wiederansiedlungsprogramme konnten sich einige große Greifvogelarten in Teilen Europas wieder ausbreiten.
Für die Beobachtung sind vor allem bestimmte Gebirgsregionen interessant. Wer gezielt Geier sehen möchte, sollte deshalb vorher nach lokalen Beobachtungsgebieten suchen.
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Seevögel in Italien
Bei einer Küstenlänge von mehreren Tausend Kilometern und zahlreichen Inseln spielen Seevögel in Italien eine große Rolle.
LIPU nennt unter den in Italien brütenden oder regelmäßig vorkommenden Seevögeln unter anderem Sturmtaucher, Möwen, Seeschwalben und Krähenscharben. Besonders wichtige Kolonien des Scopoli-Sturmtauchers befinden sich auf Sardinien, den Tremiti-Inseln und Linosa.
Möwen
Möwen gehören an nahezu allen italienischen Küsten zum gewohnten Bild. Sie kommen zudem weit ins Landesinnere und haben zahlreiche Städte besiedelt.
Besonders häufig ist die Mittelmeermöwe. Sie ist kräftig gebaut und besitzt als erwachsener Vogel einen gelben Schnabel.
In touristischen Küstenorten haben sich Möwen teilweise stark an Menschen gewöhnt. Lebensmittel sollte man deshalb nicht offen und unbeaufsichtigt liegen lassen.
Sturmtaucher
Wesentlich unbekannter sind die Sturmtaucher. Sie verbringen einen großen Teil ihres Lebens auf dem offenen Meer.
Für Urlauber ergeben sich die besten Beobachtungsmöglichkeiten deshalb häufig während längerer Fähr- und Bootsfahrten.
Wer beispielsweise nach Sardinien, Sizilien oder zu kleineren Inseln fährt, sollte gelegentlich auf die Wasseroberfläche und die darüber fliegenden Vögel achten.
Das gilt übrigens auch für Meeressäuger. Mehr dazu gibt es in unserem Artikel über Delfine in Italien.
Vögel auf Sardinien
Sardinien gehört zu den interessantesten Regionen Italiens für Vogelbeobachtungen.
Die Insel bietet Lagunen, Salinen, felsige Küsten, mediterrane Buschlandschaften, Wälder und Gebirge. Dadurch findet man auf relativ engem Raum sehr unterschiedliche Vogelarten.
Zu den für Urlauber besonders interessanten Arten und Gruppen gehören:
- Flamingos
- verschiedene Reiher
- Greifvögel
- Sturmtaucher und andere Seevögel
- Wiedehopfe
- Bienenfresser
- zahlreiche Zugvögel
Besonders bekannt sind die Feuchtgebiete im Süden rund um Cagliari. Wer dort Urlaub macht, kann Stadtbesichtigung, Strand und Vogelbeobachtung miteinander verbinden.
Vögel auf Sizilien
Auch Sizilien besitzt eine sehr abwechslungsreiche Vogelwelt. Die Insel liegt für den Vogelzug besonders günstig zwischen Europa und Nordafrika.
Dadurch ist Sizilien nicht nur für Brutvögel interessant. Im Frühjahr und Herbst ziehen zahlreiche Arten über die Insel oder die angrenzenden Meeresstraßen.
Feuchtgebiete, Küsten, Gebirge und landwirtschaftliche Flächen bieten zusätzliche Lebensräume.
Besonders interessant können die Küsten und Schutzgebiete im Süden und Südosten der Insel sowie die Straße von Messina sein.
Vogelzug über die Straße von Messina
Die Straße von Messina zwischen Sizilien und Kalabrien ist ein wichtiger Bereich für den Vogelzug.
Zugvögel versuchen lange Strecken über offenes Meer möglichst zu vermeiden. Die schmale Meerenge bietet deshalb günstige Bedingungen für den Wechsel zwischen Sizilien und dem italienischen Festland.
Besonders Greifvögel können während der Zugzeiten interessant sein.
Für einen normalen Badeurlauber ist das eher ein Zusatzthema. Für Vogelbeobachter kann die Region dagegen gezielt als Reiseziel interessant sein.
Vögel im Po-Delta
Wer möglichst viele verschiedene Wasservögel beobachten möchte, sollte das Po-Delta kennen.
Das riesige Gebiet an der nördlichen Adria besteht aus Flussarmen, Lagunen, Feuchtwiesen, Salinen und anderen Feuchtgebieten.
Hier kommen unter anderem Flamingos, Reiher, Enten, Seeschwalben und zahlreiche Watvögel vor.
Auch der Austernfischer brütet in Italien vor allem in den Feuchtgebieten der oberen Adria zwischen Emilia-Romagna, Venetien und Friaul-Julisch Venetien.
Das Po-Delta ist deshalb eines der Gebiete, in denen sich ein eigener Urlaub zur Vogelbeobachtung tatsächlich lohnt.
Vögel in den italienischen Alpen
Eine völlig andere Vogelwelt findet man in den italienischen Alpen und Dolomiten.
Mit zunehmender Höhe verschwinden viele typische Vögel der mediterranen Landschaft. Dafür treten alpine Arten und große Greifvögel stärker in den Vordergrund.
Interessant sind unter anderem:
- Steinadler
- Bartgeier
- Alpendohle
- Kolkrabe
- verschiedene Spechte
- alpine Hühnervögel
Gerade bei Wanderungen lohnt es sich, nicht nur auf die Berge, sondern regelmäßig auch in den Himmel zu schauen.
Vögel in der Toskana
Auch die Toskana ist für Vogelbeobachtungen interessant. Neben den bekannten Städten und Hügellandschaften besitzt die Region an der Küste mehrere Lagunen und Feuchtgebiete.
Besonders bekannt ist die Lagune von Orbetello in der südlichen Toskana. In diesem Feuchtgebiet können unter anderem Flamingos, Reiher, Kraniche, Kiebitze, Enten und verschiedene Greifvögel beobachtet werden.
Orbetello ist deshalb ein gutes Beispiel dafür, dass man für Vogelbeobachtungen in Italien nicht unbedingt eine spezielle Naturreise buchen muss. Wer ohnehin mit dem Auto durch die südliche Toskana fährt, kann das Gebiet relativ einfach in eine Rundreise einbauen.
Flamingos bei Orbetello
Flamingos gehören zu den bekanntesten Vögeln der Lagune. Besonders interessant ist die Zeit vom Herbst bis zum Frühjahr. Nach Angaben der örtlichen Tourismusorganisation sind einige Flamingos zwar ganzjährig vorhanden, die größten Ansammlungen werden jedoch gewöhnlich im Winter beobachtet.
Damit ist Orbetello auch für Reisende interessant, die außerhalb der klassischen Sommersaison nach Italien kommen.
Vögel an italienischen Seen
Auch an den großen Seen Norditaliens gibt es zahlreiche Wasservögel. Wer am Gardasee, Comer See oder Lago Maggiore Urlaub macht, muss keine spezielle Vogelbeobachtung planen, um verschiedene Arten zu sehen.
Typisch sind beispielsweise:
- Haubentaucher
- Blässhühner
- Stockenten und andere Enten
- Schwäne
- Kormorane
- Möwen
- Reiher
Interessanter als die stark bebauten Uferpromenaden sind normalerweise ruhigere Uferabschnitte, Schilfzonen und Naturschutzgebiete.
Ein Fernglas lohnt sich hier besonders. Viele Wasservögel halten sich einige hundert Meter vom Ufer entfernt auf und sind mit bloßem Auge nur schwer zu bestimmen.
Kormorane in Italien
Kormorane sind an Seen, Flüssen, Lagunen und Küsten zu beobachten. Auffällig ist ihre dunkle Färbung und ihre typische Haltung nach dem Tauchen.
Häufig sitzen die Vögel mit ausgebreiteten Flügeln auf einem Stein, Pfahl oder Ast.
Kormorane sind ausgezeichnete Taucher und ernähren sich hauptsächlich von Fischen. Deshalb halten sie sich bevorzugt an fischreichen Gewässern auf.
Pelikane in Italien
Bei Pelikanen sieht die Situation anders aus. Italien gehört nicht zu den klassischen europäischen Reisezielen für regelmäßige Pelikanbeobachtungen.
Einzelne Tiere können auftreten, für Urlauber sind Pelikane aber kein Vogel, mit dessen Sichtung man in Italien rechnen sollte.
Wer Pelikane in Südeuropa gezielt beobachten möchte, findet beispielsweise in Griechenland wesentlich bekanntere und regelmäßig genutzte Lebensräume.
Störche in Italien
Auch Weißstörche kommen in Italien vor. Sie sind sowohl als Brutvögel als auch während des Vogelzugs zu beobachten.
Daneben zieht der wesentlich seltenere Schwarzstorch durch Italien.
Besonders interessant sind Störche während der Zugzeiten. Große Segelflieger versuchen, lange Strecken über das Meer zu vermeiden, weil sie für ihren energiesparenden Flug auf aufsteigende Warmluft angewiesen sind.
Deshalb konzentriert sich der Vogelzug an bestimmten geografischen Engstellen.
Die Straße von Messina – einer der wichtigsten Orte für Zugvögel
Eine dieser Engstellen ist die Straße von Messina zwischen Sizilien und Kalabrien.
Für Vogelbeobachter ist dieses Gebiet von internationaler Bedeutung. Die italienische Vogelschutzorganisation LIPU bezeichnet die Meerenge als den wichtigsten italienischen Engpass des Vogelzugs. Millionen Vögel passieren das Gebiet auf ihren Reisen zwischen Afrika und Europa.
Besonders bekannt ist die Straße von Messina für den Durchzug von Greifvögeln. Beobachtet werden unter anderem Wespenbussarde, Milane, Weihen, Falken, Adler und Fischadler. Auch Weiß- und Schwarzstörche passieren die Region.
Für einen normalen Sizilienurlauber ist das vor allem im Frühjahr und Herbst interessant. Wer gezielt wegen des Vogelzugs kommt, sollte den Reisezeitpunkt genauer planen.
Zugvögel in Italien
Italiens geografische Lage macht das Land zu einer wichtigen Verbindung zwischen Europa und Afrika.
Viele Vögel, die den Winter südlich der Sahara oder im nördlichen Afrika verbringen, ziehen im Frühjahr nach Europa. Im Herbst folgt die Reise in die entgegengesetzte Richtung.
Die Wanderung verläuft nicht gleichmäßig über ganz Italien. Inseln, Küstenlinien und Meeresengen können wie natürliche Leitlinien wirken.
Besonders auffällig ist dies an der Straße von Messina. Aber auch Sizilien, Sardinien und zahlreiche Feuchtgebiete sind wichtige Rastplätze.
Vogelzug im Frühling
Im Frühjahr kehren zahlreiche Arten aus Afrika zurück. Dazu gehören beispielsweise Bienenfresser, Wiedehopfe und verschiedene Schwalbenarten.
Für Vogelbeobachter ist diese Jahreszeit besonders interessant, weil viele Arten zusätzlich mit der Balz und dem Brutgeschäft beginnen.
Die Landschaft ist vielerorts noch grün und die Temperaturen sind für längere Ausflüge angenehmer als im Hochsommer.
Vogelzug im Herbst
Im Spätsommer und Herbst beginnt die Wanderung in die andere Richtung. Zahlreiche Arten verlassen ihre europäischen Brutgebiete und ziehen wieder nach Süden.
Feuchtgebiete sind jetzt besonders interessant, weil wandernde Vögel dort rasten und Nahrung aufnehmen können.
Wann ist die beste Zeit zur Vogelbeobachtung in Italien?
Vögel kann man in Italien während des gesamten Jahres beobachten. Welche Reisezeit am besten ist, hängt allerdings stark davon ab, welche Arten man sehen möchte.
| Jahreszeit | Was ist interessant? |
|---|---|
| Frühling | Vogelzug, Brutzeit, Bienenfresser, Wiedehopfe, Greifvögel |
| Sommer | Brutvögel, Bienenfresser, Wiedehopfe, Seevögel, Gebirgsvögel |
| Herbst | Vogelzug, große Ansammlungen in Feuchtgebieten |
| Winter | Wintergäste, Wasservögel und Flamingos in geeigneten Feuchtgebieten |
Für das Po-Delta werden insbesondere die Zeiten von Ende Februar bis Mitte April sowie von Mitte Juli bis Mitte Oktober als gute Phasen für die Vogelbeobachtung angegeben.
Die besten Orte zur Vogelbeobachtung in Italien
Wer nicht nur zufällig einige Vögel im Urlaub sehen möchte, sondern gezielt beobachten und fotografieren will, findet in Italien eine große Auswahl geeigneter Gebiete.
Besonders interessant sind:
- Po-Delta und Comacchio: eines der wichtigsten Feuchtgebiete Italiens
- Straße von Messina: besonders für Zugvögel und Greifvögel
- Sardinien: Flamingos, Feuchtgebiete, Greif- und Seevögel
- Sizilien: Zugvögel, Feuchtgebiete und mediterrane Arten
- Lagune von Orbetello: Flamingos, Reiher und andere Wasservögel
- Italienische Alpen: Steinadler, Bartgeier und alpine Arten
Po-Delta und Comacchio
Wenn man nur ein einziges Gebiet für eine klassische Vogelbeobachtungsreise auswählen möchte, gehört das Po-Delta zu den besten Kandidaten.
Der Naturraum umfasst Lagunen, Flussarme, Salinen, Dünen, Wälder und andere Feuchtgebiete. Im Bereich des Parks werden mehr als 300 Vogelarten angegeben. Mehr als 150 Arten brüten dort, während über 180 Arten regelmäßig überwintern.
Besonders bekannt sind die Valli di Comacchio und die Salinen von Comacchio. Flamingos brüten in diesem Gebiet seit dem Jahr 2000. Daneben lassen sich zahlreiche Reiher, Enten, Möwen, Watvögel und Greifvögel beobachten.
Für Besucher gibt es Beobachtungspunkte, Wege und teilweise geführte Touren. Dadurch eignet sich das Gebiet auch für Urlauber, die keine erfahrenen Vogelbeobachter sind.
Unser Tipp: Po-Delta
Wer möglichst viele Vogelarten in einem Urlaub sehen möchte, findet im Po-Delta besonders gute Bedingungen. Flamingos, Reiher, Enten, Greifvögel und zahlreiche Zugvögel lassen sich hier miteinander kombinieren.
Für die Beobachtung sind ein Fernglas und etwas Zeit wichtiger als besondere Vorkenntnisse.
Vögel in italienischen Städten
Interessante Vogelbeobachtungen sind nicht auf Naturschutzgebiete beschränkt. Selbst bei einem klassischen Städtetrip kann man einige Besonderheiten entdecken.
In Städten leben beispielsweise Turmfalken und teilweise Wanderfalken. Möwen sind längst nicht mehr auf die Küste beschränkt, und große Starenschwärme gehören in Rom zeitweise zum Stadtbild.
Dazu kommen invasive beziehungsweise eingebürgerte Vogelarten.
Papageien in Italien
Wer in einer italienischen Großstadt plötzlich grüne Papageien sieht, hat sich wahrscheinlich nicht getäuscht.
Wie in zahlreichen anderen europäischen Ländern haben sich auch in Italien ursprünglich nicht heimische Sittiche angesiedelt.
Besonders bekannt sind der Halsbandsittich und der Mönchssittich.
Die grünen Vögel fallen durch ihre Farbe und ihre lauten Rufe auf. Sie leben vor allem in Städten und Parks, wo sie ausreichend Nahrung und geeignete Schlaf- beziehungsweise Brutplätze finden.
Für Urlauber sind solche Beobachtungen besonders interessant, weil man Papageien zunächst kaum mit europäischen Großstädten verbindet.
Eulen und Käuze in Italien
Natürlich gibt es in Italien auch verschiedene Eulen und Käuze. Dazu gehören beispielsweise Schleiereule, Waldkauz, Steinkauz und Uhu.
Für Touristen sind sie allerdings schwieriger zu beobachten als tagaktive Vögel.
Der Steinkauz kann in ländlichen Gebieten vorkommen und sitzt gerne auf erhöhten Punkten. Der wesentlich größere Uhu bevorzugt unter anderem felsige Landschaften.
Oft hört man Eulen eher, als dass man sie sieht.
Schwalben und Mauersegler
Im Frühjahr und Sommer gehören Schwalben und Mauersegler in vielen italienischen Orten zum typischen Bild.
Besonders Mauersegler können in historischen Städten in großer Zahl auftreten. Sie jagen hoch über Häusern und Plätzen nach fliegenden Insekten.
Die Tiere verbringen einen erstaunlich großen Teil ihres Lebens in der Luft und nutzen Gebäude zum Brüten.
Vögel am Strand in Italien
Auch während eines normalen Strandurlaubs kann man verschiedene Vögel beobachten.
Möwen sind am auffälligsten, daneben können Seeschwalben, Kormorane und andere Küstenvögel vorkommen.
An naturbelassenen Stränden und in angrenzenden Lagunen ist die Artenvielfalt meist deutlich größer als an dicht bebauten Badeorten.
Besonders empfindlich sind Vögel, die direkt am Boden oder Strand brüten. Absperrungen und gekennzeichnete Brutbereiche sollte man deshalb unbedingt respektieren.
Vögel von der Fähre beobachten
Italien besitzt zahlreiche Fährverbindungen nach Sardinien, Sizilien und zu kleineren Inseln. Auch während solcher Überfahrten lohnt sich ein Blick auf die Vogelwelt.
Sturmtaucher und andere Seevögel verbringen einen großen Teil ihres Lebens auf dem offenen Meer. Sie können deshalb von einer Fähre teilweise besser beobachtet werden als vom Strand.
Ein Fernglas ist hilfreich, weil die Tiere häufig in größerer Entfernung vom Schiff fliegen.
Auf denselben Fahrten besteht außerdem die Möglichkeit, mit etwas Glück Delfine zu entdecken. Mehr dazu findest du in unserem Artikel über Delfine in Italien.
Ausflüge und Naturtouren in ItalienBootstouren, Nationalpark-Ausflüge, Wanderungen und andere Aktivitäten kannst du bei GetYourGuide für Italien ansehen. Je nach Region werden auch Touren durch Natur- und Küstengebiete angeboten.
Vögel fotografieren in Italien
Für gute Vogelfotos braucht man nicht zwingend eine professionelle Ausrüstung. Flamingos, Reiher oder größere Greifvögel können auch mit einer einfacheren Kamera fotografiert werden.
Bei kleinen Singvögeln sieht es anders aus. Ein Smartphone reicht normalerweise nur, wenn der Vogel sehr nahe sitzt.
Hilfreich sind:
- Fernglas
- Kamera mit Teleobjektiv
- ruhiges Verhalten
- früher Morgen oder später Nachmittag
- Beobachtungshütten in Naturschutzgebieten
- ausreichend Zeit
Im Po-Delta gibt es beispielsweise Beobachtungstürme und geschützte Beobachtungsstellen, von denen Tiere betrachtet werden können, ohne sie unnötig zu stören.
Vögel nicht füttern
Bei Stadtvögeln und Wasservögeln sollte auf das Füttern grundsätzlich verzichtet werden. Besonders Brot ist kein geeignetes Standardfutter für Enten, Schwäne oder andere Wasservögel.
In Naturschutzgebieten sollte man Tiere ohnehin möglichst wenig beeinflussen.
Das gilt auch für die Entfernung. Ein Vogel, der wegen eines Fotografen ständig ausweichen oder auffliegen muss, wird bereits gestört.
Besondere Rücksicht ist während der Brutzeit notwendig.
Sind Vögel in Italien gefährlich?
Für Urlauber sind die Vögel Italiens normalerweise nicht gefährlich.
Auch Adler, Falken oder Geier stellen für Menschen bei normalen Begegnungen keine Gefahr dar.
Etwas unangenehm können Möwen werden, wenn sie sich in touristischen Orten stark an Menschen gewöhnt haben. Essensreste und offen herumliegende Lebensmittel ziehen die Tiere an.
Wildvögel sollte man deshalb weder anfassen noch gezielt anlocken.
FAQ: Vögel in Italien
Welche Vögel gibt es in Italien?
In Italien leben mehrere hundert Vogelarten beziehungsweise treten dort regelmäßig als Zug- oder Wintergäste auf. Dazu gehören Flamingos, Reiher, Adler, Falken, Geier, Bienenfresser, Wiedehopfe, Eisvögel, Möwen, Sturmtaucher und zahlreiche Singvögel.
Gibt es Flamingos in Italien?
Ja. Italien besitzt mehrere bedeutende Flamingogebiete. Besonders bekannt sind Sardinien, das Po-Delta mit Comacchio, die Lagune von Orbetello in der Toskana sowie verschiedene Feuchtgebiete auf Sizilien.
Wo kann man in Italien Flamingos sehen?
Besonders gute Möglichkeiten gibt es rund um Cagliari auf Sardinien sowie in den Valli und Salinen von Comacchio. Auch Orbetello ist ein bekanntes Gebiet für Flamingos.
Gibt es Adler in Italien?
Ja. Der Steinadler kommt insbesondere in Gebirgsregionen vor. Die italienischen Alpen gehören zu seinen wichtigsten Lebensräumen.
Gibt es Geier in Italien?
Ja. Zu den vorkommenden Arten gehören unter anderem Gänsegeier und Bartgeier. Ihre Verbreitung ist jedoch wesentlich begrenzter als die vieler kleinerer Greifvögel.
Gibt es Papageien in Italien?
Ja. In mehreren Städten haben sich ursprünglich nicht heimische Sittiche angesiedelt. Dazu gehören Halsbandsittiche und Mönchssittiche.
Gibt es Bienenfresser in Italien?
Ja. Der farbenprächtige Bienenfresser ist ein regelmäßiger Brutvogel und kann im Frühjahr und Sommer in verschiedenen Teilen Italiens beobachtet werden.
Gibt es Wiedehopfe in Italien?
Ja. Wiedehopfe kommen besonders in warmen, offenen und ländlichen Landschaften vor. Sie sind an ihrer auffälligen Federhaube leicht zu erkennen.
Wo kann man in Italien am besten Vögel beobachten?
Das Po-Delta gehört zu den besten Gebieten. Ebenfalls sehr interessant sind Sardinien, Sizilien, die Straße von Messina, Orbetello und die italienischen Alpen. LIPU zählt diese und weitere Gebiete zu den wichtigsten Birdwatching-Zielen Italiens.
Wann ist die beste Zeit für Vogelbeobachtung in Italien?
Frühling und Herbst sind besonders interessant, weil zusätzlich zu den heimischen Arten zahlreiche Zugvögel unterwegs sind. Für Wasservögel und Flamingos können auch Herbst und Winter sehr gut sein.
Kann man in Italien Vögel beobachten, ohne eine Tour zu buchen?
Ja. Viele Arten lassen sich an Seen, Lagunen, Küsten, in Nationalparks oder sogar in Städten selbstständig beobachten. Eine geführte Tour ist vor allem interessant, wenn man bestimmte seltenere Arten finden oder mehr über die Vogelwelt erfahren möchte.
Vögel und andere Tiere in Italien
Wer sich für die Natur Italiens interessiert, findet neben der Vogelwelt eine große Vielfalt weiterer Tiere.
Besonders groß ist die Artenvielfalt im Mittelmeer. In unseren weiteren Artikeln stellen wir unter anderem Fische in Italien, Delfine in Italien, Haie, Quallen und andere Meerestiere vor.
Auch an Land leben Tiere, die viele Urlauber nicht unbedingt mit Italien verbinden. Dazu gehören beispielsweise Wölfe und Braunbären. Hinzu kommen Schlangen, Spinnen, Skorpione und zahlreiche kleinere Tierarten.
Die meisten dieser Tiere spielen für einen normalen Italienurlaub nur eine geringe Rolle. Wer Nationalparks besucht, wandert oder sich gezielt für Naturbeobachtung interessiert, kann jedoch eine wesentlich vielfältigere Tierwelt entdecken als bei einem reinen Städte- oder Badeurlaub.
Hotels und Ferienwohnungen in ItalienFür eine Naturreise sind kleinere Orte in der Nähe von Nationalparks, Lagunen und Schutzgebieten häufig eine gute Basis. Unterkünfte in allen Regionen Italiens findest du bei Booking.com.
Fazit: Die Vogelwelt Italiens ist überraschend vielfältig
Italien bietet wesentlich mehr Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung, als viele Urlauber erwarten. Durch die Lage zwischen Mitteleuropa, Mittelmeer und Afrika sowie die sehr unterschiedlichen Landschaften kommen zahlreiche Vogelarten vor.
Zu den auffälligsten gehören Flamingos, Bienenfresser, Wiedehopfe, Reiher, Adler und andere Greifvögel. An den Küsten kommen Seevögel hinzu, während in den Alpen eine völlig andere Vogelwelt lebt.
Besonders interessant ist das Po-Delta. Dort werden mehr als 300 Vogelarten angegeben, und die Valli di Comacchio sind inzwischen auch für ihre Flamingos bekannt.
Ein zweiter außergewöhnlicher Ort ist die Straße von Messina. Sie gehört zu den wichtigsten europäischen Engstellen des Vogelzugs und ist vor allem im Frühjahr und Herbst für die Beobachtung von Greifvögeln interessant.
Für die meisten Urlauber muss Vogelbeobachtung jedoch gar nicht so speziell sein. Wer auf Sardinien Flamingos sieht, in einer mediterranen Landschaft einen Wiedehopf entdeckt oder von einer Fähre einen Sturmtaucher beobachtet, bekommt bereits einen guten Eindruck von der vielfältigen Vogelwelt Italiens.
Wer gezielt Vögel fotografieren oder beobachten möchte, sollte ein kleines Fernglas mitnehmen. Besonders an Lagunen und anderen Feuchtgebieten macht es einen erheblichen Unterschied, weil sich viele Tiere in größerer Entfernung aufhalten.