
In Paestum übernachten
Wer nicht am selben Tag zurückfahren möchte, findet rund um Paestum zahlreiche kleinere Pensionen, B&Bs und Hotels. Ein längerer Aufenthalt lässt sich außerdem gut mit den Stränden an der Küste verbinden.
Ein weiterer Vorteil: Paestum lässt sich gut auf eigene Faust besuchen. Die Ausgrabungsstätte liegt nicht irgendwo abgelegen in den Bergen, sondern besitzt einen eigenen Bahnhof. Wir sind selbst mit dem Zug gekommen und konnten vom Bahnhof bequem zu Fuß zu den Tempeln laufen.
Paestum: Das Wichtigste in Kürze
- Höhepunkte: drei große griechische Tempel, antike Stadt und Archäologisches Museum
- Eintritt 2026: regulär 15 Euro von März bis November
- Museum: im Eintritt enthalten
- Unter 18 Jahren: Eintritt kostenlos
- Ermäßigung: für entsprechend berechtigte junge Besucher von 18 bis 24 Jahren 2 Euro
- Ticket: drei aufeinanderfolgende Tage gültig; die enthaltenen Bereiche können jeweils einmal besucht werden
- Online-Ticket: nach unserer Erfahrung normalerweise nicht notwendig
- Besucher: selbst im Sommer nach unserer Erfahrung erstaunlich wenige
- Bahnhof: Paestum besitzt einen eigenen Bahnhof; etwa 10 bis 15 Minuten zu Fuß
- Sommer: viel Sonne und wenig Schatten – ausreichend Wasser mitnehmen
- Museum nicht auslassen: besonders wegen des Grabes des Tauchers
Lohnt sich Paestum?
Ja, Paestum lohnt sich besonders für Besucher, die sich für die Antike interessieren. Wer bereits Pompeji gesehen hat, bekommt hier keineswegs einfach eine kleinere Version einer weiteren römischen Ausgrabung.
Paestum hat einen ganz anderen Charakter. Die drei großen dorischen Tempel bestimmen das Bild der Anlage. Sie sind so vollständig erhalten, dass man sich die Monumentalität der antiken Stadt wesentlich leichter vorstellen kann als bei vielen Ausgrabungsstätten, von denen nur noch Fundamente und einzelne Mauern vorhanden sind.
Die Tempel von Paestum zählen aufgrund ihres außergewöhnlichen Erhaltungszustandes zu den bedeutendsten erhaltenen griechischen Tempeln überhaupt. Die antike Stadt hieß ursprünglich Poseidonia. Später wurde sie von den Lukanern kontrolliert und schließlich zur römischen Stadt Paestum.

Interessant ist außerdem die Atmosphäre. Paestum liegt in einer weitgehend flachen und grünen Landschaft. Die Tempel stehen frei und sind schon aus einiger Entfernung sichtbar.
Vor allem aber ist es hier erheblich ruhiger als an vielen anderen berühmten Sehenswürdigkeiten Kampaniens.
>>> Anfahrt Paestrum – mit Zug oder Auto
Wie voll ist Paestum?
Paestum war für uns eine der überraschend ruhigen großen Sehenswürdigkeiten Kampaniens. Wir waren im Sommer dort und hatten mit deutlich mehr Besuchern gerechnet. Tatsächlich waren nur wenige Menschen auf dem weitläufigen Gelände unterwegs.
Das ist ein erheblicher Unterschied zu Pompeji, Capri und den bekanntesten Orten der Amalfiküste. Dort können in der Hauptsaison Warteschlangen und große Besuchergruppen zum normalen Bild gehören.
In Paestum hatten wir dagegen viel Platz. Da sich die wenigen Besucher zusätzlich auf einem großen archäologischen Gelände verteilen, kann man die Tempel häufig in Ruhe betrachten und fotografieren.
Unser Eindruck: Wer bedeutende antike Bauwerke sehen möchte, aber die großen Besuchermengen von Pompeji vermeiden möchte, findet in Paestum eine sehr interessante Alternative. Selbst im Sommer haben wir die Ausgrabungsstätte erstaunlich ruhig erlebt.
Paestum oder Pompeji – was ist besser?
Die beiden Ausgrabungsstätten lassen sich nur bedingt miteinander vergleichen.
Pompeji ist wesentlich größer und vermittelt einen außergewöhnlichen Eindruck vom Alltag einer römischen Stadt. Man sieht Wohnhäuser, Straßen, Geschäfte, Thermen, Theater und zahlreiche weitere Gebäude. Wer Pompeji ausführlich besucht, kann dort viele Stunden verbringen.
Paestum ist übersichtlicher. Hier stehen vor allem die monumentalen griechischen Tempel im Mittelpunkt. Die Anlage ist zudem erheblich weniger besucht.
Wer genügend Zeit in Kampanien hat, sollte deshalb nicht zwischen beiden entscheiden. Pompeji und Paestum ergänzen sich hervorragend. Wer nur eine antike Stätte besuchen kann, sollte nach den eigenen Interessen wählen.
- Pompeji: besser für das Leben in einer antiken römischen Stadt
- Paestum: besser für monumentale griechische Tempel
- Pompeji: wesentlich größer und zeitaufwendiger
- Paestum: übersichtlicher und nach unserer Erfahrung viel ruhiger
- Paestum: hervorragendes Museum direkt neben der Ausgrabung
Mehr über den Besuch der bekannteren Ausgrabungsstätte gibt es in unserem Ratgeber zu Pompeji und den Tickets.
Die drei berühmten Tempel von Paestum
Die Wahrzeichen von Paestum sind die drei großen griechischen Tempel. Sie entstanden lange vor der römischen Epoche und gehören zu den am besten erhaltenen griechischen Sakralbauten der Welt. Gerade ihr guter Zustand macht Paestum so außergewöhnlich.
Die drei Haupttempel werden heute gewöhnlich als:
- Hera-Tempel I oder Basilica
- Hera-Tempel II, traditionell auch Neptuntempel genannt
- Athena-Tempel
bezeichnet.
Die beiden großen Hera-Tempel stehen im südlichen Heiligtum relativ nah beieinander. Der Athena-Tempel befindet sich weiter nördlich.
Hera-Tempel I – die sogenannte Basilica
Der südliche Bereich von Paestum wird von zwei gewaltigen Tempeln bestimmt. Der ältere von ihnen wird als Hera-Tempel I bezeichnet und stammt aus dem 6. Jahrhundert v. Chr.
Lange Zeit wurde das Gebäude als Basilica bezeichnet. Diese Bezeichnung entstand, weil frühe Forscher das Gebäude nicht richtig als griechischen Tempel einordneten. Der Name wird bis heute häufig verwendet, obwohl es sich um einen Tempel und nicht um eine römische Basilika handelt.
Besonders eindrucksvoll ist die Reihe der massiven dorischen Säulen. Schon hier wird deutlich, warum Paestum für Architekturinteressierte so wichtig ist.
Von außen wirkt der Tempel fast streng und massiv. Gleichzeitig bekommt man aus der Nähe einen guten Eindruck davon, welche Dimensionen griechische Tempelbauten erreichen konnten.
Hera-Tempel II – der sogenannte Neptuntempel
Der zweite große Tempel im südlichen Bereich ist noch eindrucksvoller. Er wird häufig als Neptuntempel bezeichnet, obwohl diese traditionelle Bezeichnung historisch nicht als gesichert gilt. Heute wird das Bauwerk gewöhnlich Hera zugeordnet.
Der Tempel entstand im 5. Jahrhundert v. Chr. und ist eines der bekanntesten Beispiele dorischer Architektur in Italien.
Gerade sein Erhaltungszustand ist außergewöhnlich. Nicht nur die Säulenreihen, sondern große Teile des darüberliegenden Gebälks sind noch vorhanden. Dadurch wirkt der Bau wesentlich vollständiger als viele andere Tempelruinen.
Für viele Besucher ist dies der eindrucksvollste Tempel von Paestum.
Das Besondere: Man kommt den Tempeln sehr nahe
Ein großer Unterschied zu manchen anderen antiken Sehenswürdigkeiten ist das unmittelbare Erlebnis der Bauwerke. Bei unserem Besuch konnten wir die Tempel nicht nur aus größerer Entfernung betrachten, sondern auch sehr nah erleben und durch die zugänglichen Bereiche gehen.
Dadurch bekommt man einen ganz anderen Eindruck von den Dimensionen der Säulen und vom Aufbau eines griechischen Tempels. Gerade dieser direkte Zugang war für uns einer der Höhepunkte des Besuchs.
Natürlich können Zugänge aus konservatorischen oder organisatorischen Gründen geändert oder zeitweise eingeschränkt werden. Absperrungen vor Ort sollte man daher immer beachten.
Athena-Tempel
Der dritte große Tempel liegt im nördlichen Teil der antiken Stadt und ist der Göttin Athena zugeordnet.
Er ist kleiner als der monumentale Hera-Tempel II, steht aber sehr markant auf einer etwas erhöhten Position. Auch dieser Tempel entstand bereits in der griechischen Epoche von Poseidonia.
Da der Athena-Tempel etwas von den beiden südlichen Tempeln entfernt liegt, lohnt es sich, den gesamten archäologischen Park zu durchqueren und nicht nur die beiden größten Bauwerke anzusehen.
Gerade dabei entdeckt man die weiteren Reste der antiken Stadt.
Paestum ist mehr als drei Tempel
Wer nur Fotos von Paestum kennt, könnte meinen, die Sehenswürdigkeit bestehe aus drei Tempeln auf einer Wiese. Tatsächlich umfasst der archäologische Park die Überreste einer ganzen antiken Stadt.
Zwischen und neben den großen Heiligtümern erkennt man Straßen, öffentliche Gebäude und zahlreiche weitere Strukturen.
Zu den wichtigen Bereichen gehören unter anderem:
- das römische Forum
- das Amphitheater
- Überreste von Wohn- und öffentlichen Gebäuden
- die antiken Straßen
- Heiligtümer
- die Stadtbefestigung
- mehrere antike Stadttore
Gerade diese Mischung zeigt, wie sich die Stadt über viele Jahrhunderte verändert hat. Die berühmten Tempel stammen aus der griechischen Phase, während andere heute sichtbare Gebäude aus der späteren römischen Stadt stammen. Nach Einrichtung der römischen Kolonie im Jahr 273 v. Chr. wurde das Stadtbild erheblich verändert.
In Paestum übernachten
Wer nicht am selben Tag zurückfahren möchte, findet rund um Paestum zahlreiche kleinere Pensionen, B&Bs und Hotels. Ein längerer Aufenthalt lässt sich außerdem gut mit den Stränden an der Küste verbinden.
Forum von Paestum
Mit der römischen Herrschaft veränderte sich das Zentrum der Stadt. Das Forum wurde zum wichtigen öffentlichen Mittelpunkt des römischen Paestum.
Heute sind von vielen Gebäuden nur noch niedrigere Mauern und Fundamente erhalten. Trotzdem lohnt es sich, hier nicht einfach schnell zu den nächsten Tempeln weiterzugehen.
Gerade im Zusammenspiel mit dem Museum wird verständlich, dass Paestum keine unveränderte griechische Stadt war. Über Jahrhunderte wurde gebaut, verändert und weitergenutzt.
Amphitheater von Paestum
Auch ein römisches Amphitheater gehörte zur Stadt. Es liegt im Bereich des römischen Zentrums und ist heute nur teilweise erhalten beziehungsweise sichtbar.
Das Amphitheater macht den Unterschied zwischen dem griechischen Poseidonia und dem späteren römischen Paestum besonders anschaulich. Während die monumentalen Tempel die griechische Vergangenheit dominieren, entstanden in der römischen Epoche neue öffentliche Gebäude und Nutzungen. Die Entwicklung des Amphitheaterbereichs gehört zu den wichtigen Themen der modernen archäologischen Erforschung des römischen Paestum.
Stadtmauer und Porta Sirena
Von der antiken Stadtbefestigung sind ebenfalls bedeutende Teile erhalten. Besonders interessant ist für Bahnreisende die Porta Sirena, das östliche Stadttor.
Und genau hier beginnt der Besuch für Reisende, die mit dem Zug kommen.
Vom Bahnhof Paestum durch ein antikes Stadttor
Wir sind selbst mit dem Zug nach Paestum gefahren. Das funktioniert überraschend unkompliziert.
Der Bahnhof Paestum ist klein. Gegenüber beginnt der Weg zur Ausgrabungsstätte. Man geht durch die Porta Sirena und damit tatsächlich durch eines der historischen Tore der antiken Stadt.
Danach folgt man der kleinen Straße in Richtung Ausgrabungen. Nach ungefähr 10 bis 15 Minuten zu Fuß erreicht man den Bereich mit dem Museum und den Zugängen zur archäologischen Stätte.
Ein Taxi oder einen Bus benötigt man dafür als normal gehfähiger Besucher nicht.
Unser Tipp für Bahnreisende
Schon der Weg vom Bahnhof gehört für uns ein wenig zum Paestum-Besuch. Man läuft durch die antike Porta Sirena und anschließend durch eine überraschend ruhige und grüne Umgebung.
Bei unserem Besuch haben wir entlang des Weges verschiedene Blumen und für uns ungewöhnliche Vögel gesehen. Wer gut zu Fuß ist, sollte die kurze Strecke deshalb einfach laufen.
Die genaue Anfahrt aus Neapel und Salerno, Zugverbindungen, Autofahrt und Parkmöglichkeiten behandeln wir separat in unserem Artikel „Paestum Anreise: Zug, Auto und Parken“.
Paestum Eintritt 2026
Der reguläre Eintritt für Paestum beträgt in der Hauptsaison 15 Euro. Von März bis November gilt dieser reguläre Preis; in der Wintersaison von Dezember bis Februar ist der Eintritt günstiger.
Das Ticket umfasst nicht nur die archäologische Ausgrabungsstätte. Besonders wichtig ist: Das Archäologische Nationalmuseum von Paestum ist bereits im Eintritt enthalten.
Man sollte das Museum deshalb unbedingt mitbesuchen. Es ist keineswegs nur eine kleine Ergänzung zu den Tempeln, sondern für uns ein wesentlicher Bestandteil des Paestum-Besuchs.
Eintrittspreise Paestum im Überblick
| Ticket | Preis |
|---|---|
| Erwachsene, März bis November | 15 Euro |
| Erwachsene, Dezember bis Februar | 10 Euro |
| Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren | kostenlos |
| Berechtigte Besucher von 18 bis 24 Jahren | 2 Euro |
| Menschen mit Behinderung bei entsprechendem Nachweis | kostenlos |
Wichtig: Bei Ermäßigungen und kostenlosen Eintritten sollte ein gültiger Alters- beziehungsweise Berechtigungsnachweis mitgebracht werden. Die konkreten staatlichen Berechtigungsregeln können sich ändern.
Das Ticket gilt drei Tage – aber nicht für beliebig viele Eintritte
Eine Besonderheit kann zunächst missverständlich sein: Das Ticket ist drei aufeinanderfolgende Tage gültig.
Das bedeutet jedoch nicht, dass man während dieser drei Tage beliebig oft in die Ausgrabungsstätte und das Museum gehen kann. Die enthaltenen Bereiche können mit demselben Ticket jeweils einmal besucht werden.
Die dreitägige Gültigkeit ist trotzdem praktisch. Wer länger in Paestum bleibt, muss Ausgrabung und Museum nicht zwingend unmittelbar hintereinander besuchen.
Muss man Paestum-Tickets vorher online kaufen?
Nach unserer Erfahrung ist das normalerweise nicht notwendig.
Bei unserem Besuch im Sommer gab es praktisch keine Warteschlange. Insgesamt waren erstaunlich wenige Besucher auf dem Gelände.
Wer lediglich den normalen Eintritt benötigt und keine Führung buchen möchte, hat daher normalerweise wesentlich weniger Grund für ein vorab gekauftes Online-Ticket als bei stark frequentierten Sehenswürdigkeiten wie Pompeji.
Natürlich kann die Besucherzahl an Feiertagen, kostenlosen Museumstagen oder bei Veranstaltungen höher sein. Für einen gewöhnlichen Besuch würden wir Paestum aber nicht allein wegen einer befürchteten stundenlangen Warteschlange vorab buchen.
Lohnt sich eine Führung durch Paestum?
Für den normalen Eintritt braucht man nach unserer Erfahrung keine organisierte Tour. Wer sich jedoch stärker für Geschichte und Archäologie interessiert, kann von einer Führung deutlich profitieren.
Die Tempel selbst sind beeindruckend und auch ohne Führung sehenswert. Bei den weniger gut erhaltenen Teilen der antiken Stadt ist dagegen nicht immer sofort zu erkennen, welches Gebäude hier einmal stand und welche Funktion es hatte.
Eine Führung hilft außerdem dabei, die verschiedenen Epochen auseinanderzuhalten: griechisches Poseidonia, lukanische Herrschaft und römisches Paestum.
Deutschsprachige Führung mit Archäologen
Wer mehr über die Tempel und die Geschichte von Paestum erfahren möchte, kann eine geführte Kleingruppentour buchen. Besonders interessant ist eine Tour mit archäologischer Führung, da man dadurch viele Details erkennt, an denen man bei einem Rundgang auf eigene Faust leicht vorbeigeht.
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Archäologisches Nationalmuseum Paestum
Nach den Tempeln sollte man nicht gleich wieder zum Bahnhof oder Parkplatz gehen. Direkt bei der Ausgrabungsstätte befindet sich das Archäologische Nationalmuseum von Paestum.
Der Museumsbesuch ist bereits im normalen Paestum-Ticket enthalten. Man muss dafür keinen zusätzlichen Eintritt bezahlen.
Das Museum ist nicht riesig. Genau das empfanden wir eher als Vorteil. Die Ausstellung ist gut gemacht und vermittelt relativ schnell einen verständlichen Überblick über die lange Geschichte der Stadt.
Paestum war schließlich nicht nur eine griechische Stadt. Aus Poseidonia wurde nach unterschiedlichen Herrschaftsphasen das römische Paestum. Die Römer gründeten hier 273 v. Chr. eine Kolonie und veränderten die Stadt anschließend erheblich.
Im Museum kann man diese Entwicklung anhand der archäologischen Funde wesentlich besser nachvollziehen als allein draußen zwischen den Ruinen.
Das Grab des Tauchers – Höhepunkt des Museums
Für uns war der absolute Höhepunkt des Museums die Tomba del Tuffatore – das Grab des Tauchers.
Berühmt ist vor allem die bemalte Deckplatte des Grabes. Sie zeigt einen nackten jungen Mann, der von einer hohen Konstruktion kopfüber ins Wasser springt.
Das Motiv wirkt zunächst fast modern. Tatsächlich stammt das Grab aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Gerade figürliche griechische Malerei aus dieser Zeit ist nur sehr selten erhalten. Paestum ist außerdem für seine außergewöhnlichen bemalten Gräber bekannt, deren Erforschung einen wichtigen Teil der Archäologie der antiken Stadt ausmacht.

Die genaue Bedeutung des Sprungs ist nicht endgültig geklärt. Häufig wird die Darstellung als symbolischer Übergang vom Leben zum Tod beziehungsweise in das Jenseits interpretiert.
Die übrigen bemalten Platten zeigen andere Szenen, darunter ein griechisches Symposion, also ein gemeinsames Trinkgelage.
Nicht nach den Tempeln abreisen
Das Museum gehört für uns unbedingt zum Besuch von Paestum. Es ist überschaubar, interessant aufgebaut und bereits im Eintritt enthalten. Allein wegen des berühmten Grabes des Tauchers sollte man ausreichend Zeit dafür einplanen.
Ausgrabung zuerst oder Museum zuerst?
Wir würden bei normalen Temperaturen zuerst die Ausgrabungsstätte und anschließend das Museum besuchen.
So sieht man zunächst die Tempel, Straßen und Ruinen im Original. Anschließend liefern die Fundstücke im Museum den historischen Zusammenhang.
Im Hochsommer kann eine andere Reihenfolge sinnvoll sein. Wer erst gegen Mittag ankommt, kann die heißesten Stunden im Museum verbringen und die Ausgrabungen später ansehen.
Der Grund dafür ist einfach: Auf dem archäologischen Gelände gibt es nur wenig Schatten.
Paestum im Sommer: Hitze nicht unterschätzen
Paestum liegt in einer flachen Landschaft und ein Rundgang ist körperlich nicht besonders anspruchsvoll. Im Sommer kann allerdings die Hitze zum eigentlichen Problem werden.
Die Ausgrabungsstätte ist groß und auf weiten Teilen offen. Zwischen den Tempeln und Ruinen gibt es nur begrenzt Schatten.
Wir empfehlen im Sommer deshalb:
- ausreichend Trinkwasser mitnehmen
- Kopfbedeckung tragen
- Sonnencreme verwenden
- nach Möglichkeit die größte Mittagshitze vermeiden
- bequeme Schuhe tragen
Bei unserem Besuch haben wir auf dem großen Gelände nur eine Möglichkeit zum Auffüllen von Trinkwasser wahrgenommen. Es kann inzwischen weitere Angebote geben, aber wir würden uns darauf nicht verlassen.
Am besten kommt man bereits mit ausreichend Wasser nach Paestum.
Die Tageszeit würden wir im Sommer deshalb eher nach der Temperatur als nach den Besucherzahlen auswählen. Wegen einer möglichen Warteschlange muss man nach unserer Erfahrung nicht schon früh am Morgen vor der Kasse stehen.
Wie viel Zeit sollte man für Paestum einplanen?
Für die Ausgrabungsstätte und das Archäologische Nationalmuseum sollte man mindestens drei Stunden einplanen. Wer sich für Geschichte interessiert, viele Informationstafeln liest oder ausführlich fotografiert, kann problemlos einen halben Tag in Paestum verbringen.
Der Zeitbedarf wird leicht unterschätzt. Auf Fotos sieht man meistens nur die drei großen Tempel. Tatsächlich erstreckt sich die antike Stadt über ein wesentlich größeres Gebiet. Zwischen dem Athena-Tempel im Norden und den beiden großen Hera-Tempeln im Süden liegen zahlreiche weitere Ruinen und Überreste der griechischen und römischen Stadt.
Hinzu kommt das Museum, das man unserer Meinung nach keinesfalls auslassen sollte.
Für einen entspannten Besuch würden wir ungefähr so planen:
- Ausgrabungsstätte: etwa 2 bis 3 Stunden
- Archäologisches Museum: etwa 1 bis 1,5 Stunden
- Pause, Fotos und Orientierung: zusätzlich etwas Zeit einplanen
Wer nur die wichtigsten Tempel sehen möchte, kann schneller durch Paestum gehen. Das wäre aber schade, denn gerade die Kombination aus Tempeln, antiker Stadt und Museum macht den Besuch interessant.
Öffnungszeiten Paestum 2026
Der Archäologische Park von Paestum und das Museum sind grundsätzlich an allen sieben Wochentagen geöffnet. Einen regulären wöchentlichen Ruhetag gibt es derzeit nicht.
In der Sommersaison 2026 gelten Öffnungszeiten von 8:30 bis 19:30 Uhr. Die Kasse schließt früher. Auch für den letzten Einlass ins Museum gelten gesonderte Zeiten.
Da Öffnungszeiten saisonal angepasst werden können und bei Veranstaltungen oder organisatorischen Gründen Änderungen möglich sind, sollte man die aktuellen Angaben vor dem Besuch noch einmal kontrollieren.
Wichtig für die Reiseplanung: Ältere Reiseführer und Internetseiten nennen teilweise noch Einschränkungen für montags. Nach den aktuellen Angaben 2026 sind Ausgrabung und Museum regulär auch montags geöffnet.
Beste Besuchszeit für Paestum
Anders als bei Pompeji würden wir die Besuchszeit nicht in erster Linie vom Besucherandrang abhängig machen. Bei unserem Besuch war Paestum selbst im Sommer sehr ruhig.
Wichtiger ist die Temperatur.
Im Juli und August sind die frühen Vormittagsstunden angenehmer. Die großen Tempel stehen auf einem offenen Gelände und auf längeren Abschnitten gibt es kaum Schatten.
Auch der spätere Nachmittag kann angenehm sein. Allerdings sollte man dabei die Schließzeiten von Ausgrabung und Museum beachten.
Im Frühjahr und Herbst sind die Temperaturen für einen längeren Rundgang meist angenehmer. Dann kann man sich bei der Tagesplanung mehr Zeit lassen.
Paestum mit Kindern
Paestum eignet sich auch für einen Besuch mit Kindern. Im Vergleich zu einem klassischen Museum können die großen Tempel und das weitläufige Außengelände für Kinder wesentlich anschaulicher sein.
Es gibt viel Platz und die Gegend ist weitgehend flach. Gleichzeitig sollte man die Länge des Rundgangs nicht unterschätzen.
Besonders mit kleineren Kindern würden wir nicht versuchen, jede einzelne Ruine ausführlich anzusehen. Die drei Tempel, einige Bereiche der antiken Stadt und anschließend die wichtigsten Teile des Museums ergeben bereits einen guten Besuch.
Im Sommer ist wiederum die Hitze der größte Nachteil. Kinder sollten eine Kopfbedeckung tragen und ausreichend trinken.
Ein weiterer Vorteil für Familien: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
Paestum mit Kinderwagen
Auch mit einem Kinderwagen ist Paestum grundsätzlich machbar. Das Gelände ist weitgehend eben und es gibt keine großen Steigungen.
Allerdings handelt es sich um eine archäologische Ausgrabungsstätte. Einige Wege sind steinig, uneben oder bestehen aus historischem Pflaster.
Mit einem stabilen Kinderwagen mit größeren Rädern ist das normalerweise wesentlich angenehmer als mit einem kleinen Buggy mit sehr kleinen Rollen.
Man sollte außerdem damit rechnen, dass nicht jeder einzelne Bereich unmittelbar mit dem Kinderwagen erreichbar ist.
Paestum mit Rollstuhl und für gehbehinderte Besucher
Für eine antike Ausgrabungsstätte sind die Voraussetzungen in Paestum vergleichsweise günstig. Die Landschaft ist weitgehend flach, sodass keine großen Höhenunterschiede überwunden werden müssen.
Viele Bereiche können deshalb auch mit einem Rollstuhl besucht werden.
Vollständig problemlos ist der Rundgang trotzdem nicht. Einige Wege sind uneben, steinig oder mit historischem Pflaster versehen. Nach unserer Erfahrung können solche Abschnitte mit einem Rollstuhl schwerer zu befahren sein.
Der Park weist einen zugänglichen Weg durch wichtige Bereiche der archäologischen Stätte aus. Das Museum ist ebenfalls für Besucher mit eingeschränkter Mobilität zugänglich.
Menschen mit Behinderung erhalten bei entsprechendem Nachweis freien Eintritt. Unter den vorgesehenen Voraussetzungen gilt dies auch für eine notwendige Begleitperson.
Unsere Einschätzung: Die flache Lage ist ein großer Vorteil. Man sollte Paestum aber nicht mit einem modernen, vollständig gepflasterten Museumsgelände verwechseln. Einige der antiken Wege können mit Rollstuhl oder Gehhilfe anstrengend sein.
Toiletten in Paestum
Toiletten gibt es sowohl im Bereich der Ausgrabungsstätte als auch beim beziehungsweise im Museum.
Gerade im Sommer ist es sinnvoll, diese Möglichkeiten bei einem längeren Rundgang im Hinterkopf zu behalten. Das archäologische Gelände ist größer, als es auf vielen Fotos erscheint.
Fotografieren in Paestum
Für private Urlaubserinnerungen kann man in Paestum grundsätzlich fotografieren. Auf dem Außengelände ergeben sich durch die frei stehenden Tempel zahlreiche gute Fotomöglichkeiten.
Im Museum gelten strengere Regeln. Fotografieren ist für private Zwecke möglich, Blitzlicht darf jedoch nicht verwendet werden.
Auch auf Stative und größere professionelle Fotoausrüstung sollte man ohne entsprechende Genehmigung verzichten. Für professionelle beziehungsweise kommerzielle Foto- und Videoaufnahmen gelten eigene Bestimmungen.
Bei unserem Museumsbesuch wurden die Regeln aufmerksam kontrolliert. Gerade beim berühmten Grab des Tauchers sollte man sich deshalb an die Vorgaben halten.
Gepäck und große Rucksäcke in Paestum
Dieser Punkt ist besonders für Bahnreisende wichtig: Eine klassische Gepäckaufbewahrung sollte man in Paestum nicht voraussetzen.
Große Rucksäcke und sperrige Gepäckstücke können beim Zugang zur archäologischen Anlage problematisch sein beziehungsweise sind nach den Besucherregeln nicht für den normalen Rundgang vorgesehen.
Wer Paestum auf einer Rundreise mit großem Koffer besuchen möchte, sollte die Gepäckfrage deshalb bereits vorher lösen und nicht davon ausgehen, den Koffer einfach am Eingang abgeben zu können.
Mit einem normalen kleinen Tagesrucksack ist ein Besuch wesentlich unkomplizierter.
Paestum mit Hund
Auch Urlauber mit Hund können die archäologische Anlage grundsätzlich besuchen, müssen allerdings einige Regeln beachten.
Hunde beziehungsweise Haustiere müssen entsprechend den Vorgaben gesichert werden. Für Hunde gelten Leinen- und gegebenenfalls Maulkorbregeln; kleine Tiere können in einer geeigneten Transportmöglichkeit getragen werden.
Für das Museum gelten strengere Bedingungen. Kleine Haustiere können nach den aktuellen Regeln auf dem Arm beziehungsweise in einer geeigneten Transportbox zugelassen werden. Mit einem größeren Hund sollte man den Museumsbesuch dagegen vorher genau planen.
Besonders wichtig ist im Sommer erneut die Hitze. Der Boden kann heiß werden und auf dem Ausgrabungsgelände gibt es wenig Schatten. An sehr heißen Tagen würden wir mit einem Hund möglichst früh kommen.
Was sollte man nach Paestum mitnehmen?
Für einen normalen Besuch braucht man keine besondere Ausrüstung. Einige Dinge sind aber gerade im Sommer sehr sinnvoll:
- ausreichend Trinkwasser
- Sonnencreme
- Sonnenhut oder andere Kopfbedeckung
- bequeme Schuhe
- kleiner Tagesrucksack
- Alters- oder Berechtigungsnachweis für ermäßigten beziehungsweise kostenlosen Eintritt
Schwere Wanderschuhe sind nicht notwendig. Flip-Flops würden wir für einen längeren Rundgang über unebene antike Wege allerdings ebenfalls nicht empfehlen.
Restaurants und Essen bei Paestum
Direkt rund um die Ausgrabungsstätte gibt es mehrere Restaurants, Cafés und andere Möglichkeiten zum Essen und Trinken. Man muss nach dem Besuch also nicht sofort nach Salerno oder in einen anderen Ort weiterfahren.
Wer etwas weniger touristisch essen möchte, sollte allerdings ein kleines Stück weitergehen.
Unser Tipp: Familientavernen nördlich des Museums
Etwa 300 Meter nördlich des Museums gibt es eine Straße mit mehreren kleineren Restaurants und Familientavernen.
Uns hat dieser Bereich besser gefallen als die unmittelbar auf Besucher der Ausgrabungsstätte ausgerichteten Angebote. Hier findet man eher die Atmosphäre einer einfachen süditalienischen Trattoria beziehungsweise eines familiengeführten Restaurants.
Wer nach der Besichtigung Zeit hat, sollte deshalb nicht unbedingt beim ersten Lokal unmittelbar neben dem Eingang stehen bleiben.
Achtung: lange Mittagspause
Bei den traditionellen Restaurants sollte man allerdings die süditalienischen Essenszeiten berücksichtigen.
Viele kleinere Lokale öffnen zum Mittagessen und schließen anschließend für mehrere Stunden. Nach unserer Erfahrung beginnen einige Tavernen das Abendgeschäft erst ungefähr gegen 19:30 Uhr.
Das kann für Besucher überraschend sein. Wer beispielsweise gegen 17:00 oder 18:00 Uhr aus der Ausgrabungsstätte kommt und sofort zu Abend essen möchte, findet bei den traditionellen Restaurants möglicherweise nur eine begrenzte Auswahl.
Aktuelle Öffnungszeiten sollte man deshalb vor Ort beziehungsweise am jeweiligen Besuchstag kontrollieren.
Mozzarella di Bufala rund um Paestum
Wer in Paestum isst, sollte außerdem eine der bekanntesten Spezialitäten Kampaniens probieren: Mozzarella di Bufala Campana.
Die Ebene rund um Paestum gehört zu den wichtigen Gebieten der kampanischen Büffelhaltung. In der weiteren Umgebung befinden sich zahlreiche Betriebe, die Büffelmozzarella und andere Milchprodukte herstellen.
Auf den Speisekarten der Restaurants rund um Paestum begegnet man der Mozzarella deshalb immer wieder.
Gerade nach mehreren Stunden zwischen Tempeln und Ruinen ist ein einfaches süditalienisches Essen mit regionalen Produkten eine gute Ergänzung zum Besuch.
Souvenirs und Museumsshop
Rund um die Ausgrabungsstätte gibt es mehrere der üblichen Souvenirgeschäfte. Angeboten werden unter anderem Postkarten, Andenken und Produkte mit Motiven der Tempel.
Auch das Archäologische Museum besitzt einen Shop. Neben Büchern und Artikeln zur Geschichte von Paestum findet man dort ebenfalls klassische Souvenirs und allerlei touristischen Kitsch.
Wer ein ernsthafteres Andenken sucht, findet im Museumsshop vor allem bei den Büchern und Publikationen interessantere Angebote.
Kann man in Paestum übernachten?
Ja – und das kann sich durchaus lohnen. Paestum wird häufig nur als Tagesausflug von Neapel oder Salerno betrachtet. Die Umgebung eignet sich aber auch für einen Aufenthalt von mehreren Tagen.
Rund um Paestum gibt es viele kleinere Pensionen, Bed & Breakfasts, familiengeführte Unterkünfte und Hotels. Auffällig ist die große Zahl kleiner Häuser, die von Gästen sehr gute Bewertungen erhalten.
Die Gegend hat außerdem einen völlig anderen Charakter als Neapel oder die dicht besuchten Orte der Amalfiküste. Außerhalb des archäologischen Bereichs wird es schnell ländlich und ruhig.
Wer hier übernachtet, kann die Tempel und das Museum ohne Zeitdruck besichtigen und anschließend die Umgebung kennenlernen.
Pensionen und Hotels in Paestum
Rund um Paestum gibt es zahlreiche kleinere Pensionen, B&Bs, Ferienunterkünfte und Hotels. Viele der kleinen Unterkünfte werden von Gästen sehr gut bewertet.
Paestum und Strand miteinander verbinden
Ein weiterer Grund für eine Übernachtung ist die Nähe zum Meer. Die Küste liegt nur wenige Kilometer von der antiken Stadt entfernt.
Damit lässt sich Paestum gut mit einem Strandurlaub im südlichen Kampanien verbinden. Man kann beispielsweise am Vormittag die Tempel besuchen und den restlichen Tag am Meer verbringen.
Entlang der Küste gibt es lange Strandabschnitte und verschiedene Badeangebote. Wer mehrere Tage bleibt, muss seinen Aufenthalt deshalb keineswegs ausschließlich mit Archäologie verbringen.
Camping bei Paestum
Auch Camper finden rund um Paestum verschiedene Möglichkeiten. In Richtung Küste liegen mehrere Campingplätze und Ferienanlagen.
Dadurch ist die Gegend auch für Reisende mit Wohnmobil oder Campingausrüstung interessant. Paestum kann beispielsweise als Standort dienen, um Tempel, Strand und weitere Ziele im Cilento beziehungsweise im südlichen Kampanien miteinander zu verbinden.
Paestum als Tagesausflug oder mehrere Tage?
Für die meisten Besucher reicht ein Tagesausflug aus, wenn der Schwerpunkt ausschließlich auf der archäologischen Stätte liegt.
Wer morgens ankommt, hat genügend Zeit für die Tempel, die übrigen Ausgrabungen und das Museum und kann anschließend wieder mit dem Zug zurückfahren.
Eine oder mehrere Übernachtungen sind dagegen interessant für Reisende, die:
- Paestum besonders ruhig besichtigen möchten
- einen Strandtag einplanen möchten
- mit dem Auto durch das südliche Kampanien reisen
- kleine Pensionen statt großer Stadthotels bevorzugen
- Campingurlaub machen
- die ländliche Umgebung kennenlernen möchten
Wir würden Paestum deshalb nicht ausschließlich als Sehenswürdigkeit für drei oder vier Stunden betrachten. Die Umgebung eignet sich durchaus als ruhiger Standort für einige Urlaubstage.
Warum Paestum so angenehm zu besuchen ist
Nach Pompeji, Neapel, Capri oder der Amalfiküste fällt in Paestum vor allem eines auf: Es ist wesentlich entspannter.
Das beginnt bereits am kleinen Bahnhof und auf dem Fußweg durch die Porta Sirena. Anschließend erreicht man eine weltberühmte archäologische Stätte, ohne sich durch große Besuchergruppen bewegen zu müssen.
Bei unserem Besuch im Sommer gab es weder eine erwähnenswerte Warteschlange an der Kasse noch Gedränge vor den Tempeln.
Gleichzeitig bekommt man für 15 Euro sehr viel zu sehen: drei außergewöhnliche griechische Tempel, eine große antike Stadt und ein ausgezeichnetes Museum mit dem berühmten Grab des Tauchers.
Genau diese Kombination macht Paestum für uns zu einem der interessantesten Ausflugsziele im südlichen Kampanien.
Mehr über Paestum erfahren
Wer nicht nur die Tempel sehen, sondern ihre Geschichte und die verschiedenen Bauphasen der antiken Stadt verstehen möchte, kann Paestum zusammen mit einem Archäologen erkunden. Die folgende Kleingruppentour wird auch auf Deutsch angeboten.
FAQ zu Paestum
Wie viel kostet der Eintritt in Paestum?
Der reguläre Eintritt kostet von März bis November 15 Euro. Von Dezember bis Februar gilt ein reduzierter saisonaler Preis. Das Archäologische Museum ist bereits im Ticket enthalten.
Ist das Museum von Paestum im Eintritt enthalten?
Ja. Für das Archäologische Nationalmuseum muss kein zusätzliches Ticket gekauft werden. Wer nur die Tempel besichtigt und anschließend abreist, lässt damit einen wichtigen bereits bezahlten Teil des Besuchs aus.
Wie lange gilt das Paestum-Ticket?
Das Ticket ist drei aufeinanderfolgende Tage gültig. Das bedeutet allerdings nicht unbegrenzt viele Eintritte. Die enthaltenen Bereiche können mit dem Ticket jeweils einmal besucht werden.
Muss man Tickets für Paestum vorher reservieren?
Nach unserer Erfahrung normalerweise nicht. Selbst bei unserem Besuch im Sommer war sehr wenig los und es gab praktisch keine Warteschlange an der Kasse. An besonderen Tagen kann die Situation natürlich anders sein.
Wie lange braucht man für Paestum?
Für einen vernünftigen Rundgang durch die Ausgrabungsstätte und das Museum sollte man ungefähr drei bis vier Stunden einplanen. Wer sich intensiv für Archäologie interessiert, kann deutlich länger bleiben.
Kann man die Tempel von Paestum betreten?
Bei unserem Besuch waren zugängliche Bereiche der Tempel begehbar. Gerade die Möglichkeit, zwischen den mächtigen Säulen zu stehen, macht den Besuch besonders eindrucksvoll. Zugänge können aus Gründen des Denkmalschutzes zeitweise geändert oder eingeschränkt werden.
Was ist der schönste Tempel von Paestum?
Besonders eindrucksvoll ist der große Hera-Tempel II, der traditionell auch als Neptuntempel bezeichnet wird. Durch seinen außergewöhnlichen Erhaltungszustand bekommt man hier einen hervorragenden Eindruck von einem monumentalen dorischen Tempel.
Was ist das Grab des Tauchers?
Die Tomba del Tuffatore ist ein bemaltes antikes Grab aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Berühmt ist die Deckplatte mit einem jungen Mann, der kopfüber ins Wasser springt. Das Original gehört zu den wichtigsten Ausstellungsstücken des Archäologischen Museums von Paestum.
Ist Paestum für Kinder geeignet?
Ja. Das weitläufige Gelände und die großen Tempel sind auch für Kinder anschaulich. Im Hochsommer sollte man allerdings die Hitze berücksichtigen und ausreichend Wasser mitnehmen. Unter 18-Jährige haben freien Eintritt.
Ist Paestum mit Kinderwagen möglich?
Grundsätzlich ja. Das Gelände ist weitgehend flach. Einige antike Wege sind allerdings uneben und mit kleinen Kinderwagenrädern weniger angenehm zu befahren.
Ist Paestum für Rollstuhlfahrer geeignet?
Viele Bereiche sind aufgrund der flachen Lage grundsätzlich zugänglich. Allerdings gibt es unebene und steinige Wege. Das Museum ist besser zugänglich als einzelne Bereiche der antiken Ausgrabung.
Gibt es Toiletten in Paestum?
Ja. Toiletten gibt es im Bereich der Ausgrabungsstätte sowie beim beziehungsweise im Museum.
Darf man in Paestum fotografieren?
Private Fotos sind grundsätzlich möglich. Im Museum darf kein Blitz verwendet werden. Für professionelle und kommerzielle Aufnahmen gelten gesonderte Regeln.
Ist Paestum im Sommer sehr voll?
Nach unserer Erfahrung überraschenderweise nicht. Wir haben Paestum selbst im Sommer mit sehr wenigen Besuchern erlebt. Die große Fläche sorgt zusätzlich dafür, dass sich die Besucher gut verteilen.
Wie komme ich zum Paestrum?
Lesen Sie unseren Artikel Anfahrt zum Paestrum
Ist Paestum im Sommer sehr heiß?
Ja, das kann zum Problem werden. Das Ausgrabungsgelände ist groß und bietet auf weiten Abschnitten nur wenig Schatten. Ausreichend Wasser, Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung sind im Hochsommer empfehlenswert.
Kann man Paestum mit dem Zug erreichen?
Ja. Paestum besitzt einen eigenen Bahnhof. Von dort geht man durch die antike Porta Sirena und erreicht die Ausgrabungsstätte nach ungefähr 10 bis 15 Minuten zu Fuß.
Lohnt sich eine Übernachtung in Paestum?
Ja, wenn man es ruhiger mag oder den Besuch mit einem Strandurlaub verbinden möchte. In der Umgebung gibt es zahlreiche kleinere Pensionen, B&Bs und Hotels sowie in Richtung Küste Campingplätze und Ferienanlagen.
Unser Fazit zu Paestum
Paestum gehört für uns zu den Sehenswürdigkeiten Kampaniens, die deutlich mehr Aufmerksamkeit verdienen.
Die drei großen griechischen Tempel sind außergewöhnlich gut erhalten. Besonders beeindruckend ist, wie unmittelbar man die antiken Bauwerke erleben kann. Dazu kommt eine weitläufige Ausgrabungsstätte mit Überresten aus verschiedenen Epochen.
Mindestens genauso wichtig ist das Archäologische Museum. Es ist nicht übermäßig groß, vermittelt die Geschichte der Stadt aber sehr anschaulich. Das berühmte Grab des Tauchers war für uns einer der Höhepunkte des gesamten Besuchs.
Praktisch ist außerdem die unkomplizierte Anreise. Wer mit dem Zug kommt, läuft vom Bahnhof durch die antike Porta Sirena und erreicht die Ausgrabungen nach etwa 10 bis 15 Minuten. Schon dieser ruhige Weg durch die grüne Umgebung hat uns gefallen.
Der größte praktische Nachteil ist im Sommer die Hitze. Das Gelände ist groß und bietet wenig Schatten. Ausreichend Trinkwasser sollte man deshalb unbedingt mitnehmen.
Dafür fehlt etwas anderes fast vollständig: der große Besucherandrang. Selbst im Sommer haben wir Paestum erstaunlich leer erlebt. Keine großen Warteschlangen, wenig Gedränge und viel Platz vor den Tempeln – ein deutlicher Gegensatz zu vielen bekannteren Zielen Kampaniens.
Wer antike Geschichte, griechische Tempel und archäologische Museen interessant findet, sollte Paestum deshalb bei einer Reise durch Kampanien unbedingt in Betracht ziehen.
In Paestum übernachten
Wer nicht am selben Tag zurückfahren möchte, findet rund um Paestum zahlreiche kleinere Pensionen, B&Bs und Hotels. Ein längerer Aufenthalt lässt sich außerdem gut mit den Stränden an der Küste verbinden.