#Wer in Italien Urlaub macht, begegnet früher oder später einer Eidechse. Die kleinen Reptilien sitzen auf warmen Mauern, huschen zwischen Steinen hindurch oder sonnen sich auf Wegen und Terrassen. Besonders in Mittel- und Süditalien gehören sie im Sommer zum normalen Bild. Auch Geckos sind in Italien weit verbreitet. Sie fallen vielen Urlaubern allerdings erst am Abend auf. Dann sitzen die Tiere an Hauswänden, unter Außenlampen, auf Balkonen oder gelegentlich auch in einem Hotelzimmer oder einer Ferienwohnung.

Das Wichtigste vorweg: Die Eidechsen und Geckos, denen Urlauber in Italien normalerweise begegnen, sind für Menschen harmlos. Sie sind nicht giftig und greifen Menschen nicht an. Geckos an Hauswänden oder auf der Terrasse sind kein Grund zur Sorge.
Welche Eidechsen und Geckos gibt es in Italien?
Die italienische Echsenfauna ist deutlich vielfältiger als beispielsweise in Deutschland. Das liegt unter anderem am mediterranen Klima, an den unterschiedlichen Landschaften und an der langen Nord-Süd-Ausdehnung des Landes.
Zwischen den Alpen und Sizilien liegen völlig unterschiedliche Lebensräume. Hinzu kommen Sardinien und zahlreiche kleinere Inseln, auf denen sich teilweise eigene Arten oder Populationen entwickelt haben.
Zu den für Urlauber wichtigsten Gruppen gehören:
- Mauereidechsen
- Ruineneidechsen
- Smaragdeidechsen
- weitere regional vorkommende Eidechsenarten
- Mauergeckos
- Europäische Halbfingergeckos
- Europäische Blattfingergeckos
- Skinke und andere echsenartige Reptilien
Einige Arten besitzen nur sehr kleine Verbreitungsgebiete. So kommen beispielsweise auf Sardinien und Korsika mehrere besondere Echsenarten vor. Der Europäische Blattfingergecko hat ebenfalls ein ungewöhnliches, teilweise inselartiges Verbreitungsgebiet, das unter anderem Sardinien, Korsika sowie einzelne Gebiete Liguriens und der Toskana umfasst.
Die häufigsten Eidechsen in Italien
Für Urlauber ist weniger entscheidend, wie viele Arten wissenschaftlich nachgewiesen sind. Interessanter ist die Frage: Welche Eidechse sehe ich gerade auf der Mauer neben meinem Hotel?
In vielen Fällen handelt es sich um eine Mauereidechse oder Ruineneidechse. Beide gehören zur Gattung Podarcis, die in Italien besonders artenreich vertreten ist.
Mauereidechse – Podarcis muralis
Die Mauereidechse gehört zu den bekanntesten europäischen Eidechsen und kommt auch in weiten Teilen Italiens vor.
Der deutsche Name beschreibt ihren bevorzugten Lebensraum bereits ziemlich gut. Mauereidechsen mögen sonnige und strukturreiche Flächen mit vielen Verstecken.

Typische Beobachtungsorte sind:
- alte Steinmauern
- Trockenmauern
- Felsen
- Weinberge
- Bahndämme
- Gärten
- Ruinen
- sonnige Wegränder
Gerade alte italienische Städte bieten erstaunlich gute Lebensräume. Mauern besitzen Ritzen und Spalten, in denen sich die Tiere verstecken können. Gleichzeitig erwärmt sich der Stein in der Sonne.
Die Tiere sind meist braun, grau oder grünlich gefärbt. Zeichnung und Farbe können erheblich variieren. Deshalb ist eine sichere Bestimmung anhand eines kurzen Blicks nicht immer möglich.
Ruineneidechse – Podarcis siculus
Mindestens ebenso typisch für Italien ist die Ruineneidechse (Podarcis siculus). Der wissenschaftliche Artname bedeutet sinngemäß „sizilianisch“, die Art kommt aber keineswegs nur auf Sizilien vor.
Sie besitzt in Italien ein großes natürliches Verbreitungsgebiet und gehört zu den charakteristischen Reptilien des Landes. ISPRA bezeichnet die Art als nahezu endemisch beziehungsweise subendemisch, da ein sehr großer Teil ihres natürlichen Vorkommens in Italien liegt.
Ruineneidechsen können auffallend grüne Körperpartien besitzen. Besonders im Frühjahr und während der Fortpflanzungszeit wirken manche Tiere wesentlich farbiger als die eher unscheinbaren Mauereidechsen.
Man findet sie häufig in offenen und sonnigen Bereichen:
- Gärten
- Parks
- Olivenhainen
- Weinbergen
- an Straßenrändern
- auf Mauern
- zwischen Ruinen
- auf landwirtschaftlichen Flächen
Gerade bei Reisen durch Mittel- und Süditalien ist die Wahrscheinlichkeit hoch, solche Eidechsen zu sehen.
Eidechsen in der Toskana
Die Toskana ist für die Beobachtung von Eidechsen besonders geeignet. Das warme Klima und die große Zahl alter Steinmauern, Weinberge, Olivenhaine und trockener Hänge bieten zahlreiche geeignete Lebensräume.
Man muss dafür keinen Naturpark besuchen. Häufig entdeckt man Eidechsen direkt am Rand eines Dorfes, auf einer Gartenmauer oder während eines Spaziergangs durch die Landschaft.
Auch in historischen Städten können Eidechsen vorkommen. Ruhige Mauern, Gärten und wenig genutzte Steinflächen bieten ihnen Verstecke.
Wer beispielsweise Florenz besucht und ausschließlich im dicht bebauten Zentrum bleibt, wird natürlich weniger Tiere sehen als bei einem Ausflug ins Umland.
Eidechsen am Gardasee
Auch rund um den Gardasee sind Eidechsen keine Seltenheit. Besonders an sonnigen Hängen, Felsen, Natursteinmauern und Wegen kann man sie beobachten.
Der Gardasee ist für Reptilien interessant, weil hier alpine und mediterran beeinflusste Lebensräume relativ nahe beieinanderliegen.
Urlauber entdecken Eidechsen beispielsweise:
- auf Wanderwegen
- an alten Mauern
- zwischen Felsen
- in Olivenhainen
- an sonnigen Uferhängen
- in Gärten und auf Grundstücksmauern
Wer morgens oder am Vormittag wandert, sieht häufig Tiere beim Sonnen. Nach einer kühlen Nacht benötigen Reptilien Wärme, um ihre Körpertemperatur zu erhöhen.
Eidechsen in Ligurien und den Cinque Terre
Ligurien bietet ebenfalls ausgezeichnete Bedingungen. Die Kombination aus warmem Klima, Felsen, Terrassen, Trockenmauern und steilen sonnigen Hängen schafft zahlreiche geeignete Lebensräume.
Das gilt insbesondere für die Cinque Terre. Auf Wanderwegen zwischen den Orten kann man Eidechsen immer wieder auf Mauern und Steinen entdecken.
Auch Orte wie Portofino und andere Bereiche der ligurischen Küste besitzen geeignete Lebensräume.
Die Tiere flüchten normalerweise sofort, wenn Menschen zu nahe kommen. Wer eine Eidechse fotografieren möchte, sollte deshalb langsam nähergehen und etwas Abstand halten.
Smaragdeidechsen in Italien
Deutlich auffälliger als eine kleine Mauereidechse sind die Smaragdeidechsen. Sie gehören zu den größten und farbenprächtigsten Eidechsen, denen man in Italien begegnen kann.
Erwachsene Tiere können einschließlich ihres langen Schwanzes eine beträchtliche Länge erreichen. Besonders Männchen fallen durch ihre intensive grüne Färbung auf. Während der Fortpflanzungszeit kann zusätzlich die Kehle kräftig blau erscheinen.
Wer erstmals eine große grüne Eidechse sieht, ist deshalb manchmal überrascht. Das Tier sieht wesentlich exotischer aus als die kleinen braunen Eidechsen, die man aus Mitteleuropa kennt.
Für Menschen besteht jedoch keine Gefahr. Smaragdeidechsen versuchen normalerweise zu fliehen, sobald man ihnen zu nahe kommt.
Wo sieht man Smaragdeidechsen?
Smaragdeidechsen bevorzugen warme, strukturreiche Gebiete. Sie benötigen Sonnenplätze, gleichzeitig aber Büsche, Steine oder andere Versteckmöglichkeiten.
Gute Lebensräume sind beispielsweise:
- Waldränder
- Buschlandschaften
- Weinberge
- verwilderte Gärten
- sonnige Böschungen
- Hecken
- steinige Hänge
Im Gegensatz zu kleinen Mauereidechsen sieht man sie etwas seltener mitten in stark frequentierten Stadtzentren.
Geckos in Italien
Für viele deutsche Urlauber sind Geckos interessanter als Eidechsen. Der Grund ist einfach: In Deutschland gehören Geckos nicht zum normalen Bild rund um Häuser und Hotels, während sie in vielen warmen Regionen Italiens durchaus regelmäßig auftreten.
Vor allem am Abend können Geckos überraschend häufig sein.
Typische Orte sind:
- Hausfassaden
- Hotelwände
- Balkone
- Terrassen
- alte Mauern
- Fensterbereiche
- unter Dachvorsprüngen
- in der Nähe von Außenlampen
Dass sich Geckos ausgerechnet bei Lampen aufhalten, hat einen einfachen Grund: Das Licht zieht nachts Insekten an. Für den Gecko entsteht dadurch ein günstiger Jagdplatz.
Mauergecko – der auffällige Gecko Italiens
Zu den bekanntesten Geckoarten des Mittelmeerraums gehört der Mauergecko (Tarentola mauritanica).
Das Tier wirkt kräftiger und massiger als eine typische Eidechse. Die Haut sieht rau und teilweise fast stachelig aus. Die Färbung reicht meist von grau über beige bis bräunlich.

Besonders auffällig sind die breiten Zehen. Sie ermöglichen dem Gecko, an rauen senkrechten Flächen zu klettern.
Mauergeckos sind vor allem in den wärmeren Teilen Italiens verbreitet. Dort haben sie sich hervorragend an menschliche Siedlungen angepasst.
Ein beleuchtetes Ferienhaus kann für einen Gecko sogar ein sehr attraktiver Lebensraum sein: Mauerspalten bieten Verstecke und die Beleuchtung lockt Nachtfalter, Mücken und andere Insekten an.
Europäischer Halbfingergecko
Eine weitere in Italien vorkommende Art ist der Europäische Halbfingergecko (Hemidactylus turcicus).
Er ist kleiner und zierlicher als der Mauergecko. Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und können an Gebäuden vorkommen.
Tagsüber verstecken sie sich häufig in:
- Mauerritzen
- Spalten
- unter Steinen
- hinter Fensterläden
- unter Dachkanten
- anderen dunklen Verstecken
Erst nach Einbruch der Dunkelheit werden sie aktiver und gehen auf die Jagd nach kleinen Insekten.
Europäischer Blattfingergecko – eine besondere Art
Wesentlich weniger häufig zu sehen ist der Europäische Blattfingergecko (Euleptes europaea), auf Italienisch häufig „Tarantolino“ genannt.
Sein Verbreitungsgebiet ist ungewöhnlich klein und stark zersplittert. In Italien kommt er insbesondere im sardisch-korsischen Raum sowie an einigen Stellen in Ligurien und der Toskana vor.
Für den normalen Italienurlauber ist eine Begegnung mit dieser Art deutlich weniger wahrscheinlich als mit einem Mauergecko.
Sind Geckos in Italien giftig?
Nein. Die in Italien vorkommenden Geckos sind für Menschen nicht giftig.
Das ist eine der wichtigsten Fragen für Urlauber, denn das ungewöhnliche Aussehen der Tiere führt gelegentlich zu Unsicherheit.
Ein Gecko an der Wand eines Hotels, Ferienhauses oder Restaurants stellt keine Gefahr dar.
Im Gegenteil: Geckos ernähren sich von kleinen Tieren und fressen unter anderem Insekten. Deshalb kann ein Gecko auf einer Terrasse sogar dazu beitragen, die Zahl kleiner Fluginsekten zu reduzieren.
Beißen Geckos Menschen?
Geckos suchen keinen Kontakt zu Menschen und greifen Menschen nicht an.
Wie praktisch jedes Wildtier kann sich ein Gecko theoretisch verteidigen, wenn man ihn einfängt und festhält. Im normalen Urlaub spielt das jedoch keine Rolle.
Wer einen Gecko an einer Wand entdeckt, braucht nichts zu tun. Das Tier wird normalerweise von selbst weiterlaufen oder sich in einer Spalte verstecken.
Gecko am Hotel oder Ferienhaus? Einfach in Ruhe lassen. Das Tier ist harmlos und interessiert sich hauptsächlich für die Insekten rund um Lampen, Fenster und Terrassen.
Können Geckos in Hotelzimmer und Ferienwohnungen kommen?
Ja. Besonders in Süditalien kann es vorkommen, dass ein Gecko durch eine offene Balkon- oder Terrassentür in ein Zimmer gelangt.
Das bedeutet nicht, dass das Hotel unsauber ist. Geckos leben im Mittelmeerraum ganz normal in der Nähe menschlicher Gebäude und können sehr gut klettern.
Wer einen Gecko im Zimmer entdeckt, sollte nicht versuchen, ihn mit der Hand zu fangen.
Am einfachsten ist es, eine Tür oder ein Fenster nach draußen weit zu öffnen und dem Tier Zeit zu geben. Häufig verschwindet es von selbst wieder.
In einem Hotel kann man bei Bedarf auch das Personal informieren.
Man sollte einen Gecko nicht verletzen oder mit Insektenspray behandeln.
Warum verlieren Eidechsen und Geckos ihren Schwanz?
Eine der bekanntesten Verteidigungsstrategien vieler Echsen ist das Abwerfen des Schwanzes.
Wird das Tier von einem Fressfeind gepackt, kann sich ein Teil des Schwanzes lösen. Der abgeworfene Schwanz bewegt sich noch eine gewisse Zeit weiter und lenkt den Angreifer ab. Die Eidechse erhält dadurch eine Chance zur Flucht.
Später kann ein neuer Schwanz nachwachsen. Dieser entspricht allerdings nicht vollständig dem ursprünglichen Schwanz.
Deshalb sollte man Eidechsen und Geckos niemals am Schwanz anfassen oder versuchen, sie einzufangen.
Wann sieht man Eidechsen in Italien am besten?
Eidechsen sind wechselwarme Tiere. Ihre Aktivität hängt deshalb stark von der Außentemperatur ab.
Im Frühjahr sind sonnige Stunden besonders günstig. Die Tiere kommen aus ihren Verstecken und wärmen sich auf Steinen, Wegen oder Mauern auf.
Im Hochsommer verändert sich das Verhalten. Während der extremen Mittagshitze können manche Tiere weniger sichtbar sein und schattige Verstecke aufsuchen.
Gute Beobachtungszeiten sind dann häufig:
- am Morgen
- am Vormittag
- am späteren Nachmittag
Geckos folgen einem anderen Rhythmus. Viele Arten werden vor allem abends und nachts aktiv.
Wer im Sommer nach dem Abendessen durch eine italienische Altstadt läuft, sollte einmal bewusst auf beleuchtete Hauswände schauen. Dort stehen die Chancen auf eine Gecko-Beobachtung wesentlich besser als am helllichten Tag.
Eidechse oder Schlange?
Normalerweise ist die Unterscheidung einfach. Es gibt jedoch auch beinlose oder nahezu beinlose Echsen, die auf den ersten Blick wie kleine Schlangen aussehen können.
Wer sich für Schlangen interessiert oder wissen möchte, welche giftigen Arten tatsächlich vorkommen, findet dazu unseren ausführlichen Ratgeber Schlangen in Italien.
Die Angst vor Reptilien ist bei Urlaubern häufig wesentlich größer als die tatsächliche Gefahr. Eidechsen und Geckos gehören jedenfalls zu den Tieren, bei denen praktisch kein Grund zur Sorge besteht.
Eidechsen und Geckos in Norditalien
Auch in Norditalien können Urlauber regelmäßig Eidechsen beobachten. Allerdings unterscheidet sich die Artenzusammensetzung von den deutlich wärmeren Regionen im Süden des Landes.
Besonders gute Bedingungen finden Reptilien in den wärmeren und trockeneren Gebieten Norditaliens. Dazu gehören beispielsweise der Gardasee, Teile Venetiens, Ligurien sowie sonnige Täler und Südhänge.
Typische Beobachtungsorte sind Natursteinmauern, Weinberge, felsige Hänge, Bahndämme und wenig bewachsene Wegränder. Selbst innerhalb von Ortschaften können Eidechsen auf alten Mauern und in Gärten vorkommen.
Geckos sind dagegen stärker an warme Regionen gebunden. Je weiter man nach Süden kommt, desto häufiger werden Begegnungen an Gebäuden. An der ligurischen Küste und in anderen klimatisch begünstigten Gebieten Norditaliens können sie dennoch vorkommen.
Eidechsen und Geckos in Mittelitalien
In Mittelitalien werden Eidechsen für Urlauber deutlich auffälliger. Die Kombination aus warmen Sommern, alten Gebäuden, Natursteinmauern, Olivenhainen und trockenen Landschaften bietet vielen Arten gute Lebensbedingungen.
Das gilt unter anderem für:
- Toskana
- Umbrien
- Latium
- Marken
- Abruzzen
Besonders Mauereidechsen und Ruineneidechsen können häufig beobachtet werden. Man muss dafür keineswegs außerhalb der Ortschaften unterwegs sein. Die Tiere nutzen auch Parks, Gärten und alte Mauern innerhalb von Städten.
Eidechsen und Geckos in Rom
Selbst in einer Millionenstadt wie Rom leben zahlreiche Reptilien. Besonders interessant sind große Grünflächen, Ruinenbereiche, Mauern und weniger intensiv genutzte Flächen.
Die vielen antiken Mauern und Ruinen bieten Eidechsen zahlreiche Spalten und Verstecke. Gleichzeitig erwärmen sich Steine in der italienischen Sonne schnell.
Wer beispielsweise außerhalb der größten Besucherströme durch archäologische Bereiche oder Parks läuft, kann durchaus Eidechsen entdecken. Auch die Umgebung der antiken Hafenstadt Ostia Antica bietet mit Ruinen, Mauern und offenen Flächen geeignete Lebensräume.
Geckos fallen eher am Abend auf. An beleuchteten Fassaden und Mauern finden sie zahlreiche Insekten.
Für Touristen sind diese Tiere vollkommen unproblematisch. Ein Gecko an einer Hauswand oder eine Eidechse zwischen antiken Steinen ist ein normaler Bestandteil der Tierwelt Mittelitaliens.
Eidechsen und Geckos in Süditalien
Je weiter man nach Süden reist, desto stärker fällt der mediterrane Charakter der Reptilienfauna auf.
Besonders in Kampanien, Apulien, Kalabrien, Basilikata und auf den südlichen Inseln können Eidechsen sehr häufig sein. Auch Geckos sind in Siedlungen und an Gebäuden regelmäßig zu beobachten.
Im Sommer sieht man tagsüber Eidechsen auf Mauern und Steinen. Nach Sonnenuntergang übernehmen vielerorts die Geckos die sichtbare Rolle der kleinen Reptilien.
Das lässt sich besonders gut an einem Ferienhaus beobachten. Tagsüber huschen Eidechsen über die Gartenmauer. Nach Einbruch der Dunkelheit können an derselben Wand Geckos auf die Jagd nach Insekten gehen.
Eidechsen und Geckos auf Capri
Auch auf Capri gehören Eidechsen zur heimischen Tierwelt. Das milde Klima, Felsen, Natursteinmauern, Gärten und die teilweise dichte mediterrane Vegetation bieten geeignete Lebensräume.
Besonders abseits der dichtesten Besucherströme lohnt es sich, auf sonnige Mauern und Wegränder zu achten.
Wer auf Capri wandert, hat naturgemäß bessere Chancen auf Tierbeobachtungen als Besucher, die ausschließlich zwischen Marina Grande und dem Zentrum von Capri-Stadt unterwegs sind.
Geeignete Lebensräume findet man beispielsweise entlang ruhigerer Wanderwege, an felsigen Hängen und auf alten Mauern.
Weitere Informationen zu Fußwegen auf der Insel gibt es in unserem Ratgeber über Wanderungen auf Capri.
Eidechsen und Geckos auf Sizilien
Sizilien ist für Reptilien besonders interessant. Das warme und trockene Klima bietet über große Teile des Jahres günstige Bedingungen.
Die Ruineneidechse ist hier besonders typisch. Dazu kommen weitere regional vorkommende Echsen und mehrere Geckoarten.
Urlauber können Geckos insbesondere in den Abendstunden an Gebäuden beobachten. Alte Häuser, Natursteinmauern, Ferienanlagen und beleuchtete Terrassen bieten geeignete Jagdplätze.
Gerade in ländlichen Ferienhäusern kann es vorkommen, dass ein Gecko unmittelbar neben der Terrasse lebt. Das Tier kehrt teilweise Abend für Abend zu derselben Lampe zurück, weil sich dort zahlreiche Insekten sammeln.
Eine solche Beobachtung ist kein Hinweis auf mangelnde Hygiene. Geckos gehören in warmen Mittelmeerregionen ganz selbstverständlich zur Umgebung menschlicher Gebäude.
Eidechsen und Geckos auf Sardinien
Sardinien ist aus zoologischer Sicht besonders interessant, weil die Insel lange vom italienischen Festland isoliert war. Dadurch unterscheidet sich ihre Tierwelt teilweise deutlich.
Auf Sardinien kommen mehrere interessante Echsenarten vor. Dazu gehört beispielsweise die Tyrrhenische Mauereidechse (Podarcis tiliguerta), deren natürliches Verbreitungsgebiet vor allem Sardinien und Korsika umfasst.
Auch der Europäische Blattfingergecko gehört zu den charakteristischen Reptilien des sardisch-korsischen Raumes.
Für Urlauber bedeutet das allerdings nicht, dass seltene Arten überall leicht zu finden sind. Die mit Abstand häufigsten Beobachtungen bleiben kleine Eidechsen auf Mauern, Felsen und Wegen.
Eidechsen auf italienischen Inseln
Die zahlreichen italienischen Inseln sind für die Entwicklung verschiedener Eidechsenarten und Unterarten besonders interessant.
Auf isolierten Inseln können Populationen über lange Zeiträume voneinander getrennt bleiben. Dadurch entstehen genetische und äußerlich sichtbare Unterschiede.
Ein extremes Beispiel ist die Äolische Mauereidechse (Podarcis raffonei). Sie kommt nur auf wenigen sehr kleinen Flächen der Äolischen Inseln nördlich von Sizilien vor und gehört zu den seltensten Reptilien Italiens.
Für einen normalen Urlauber ist eine zufällige Begegnung mit einer solchen seltenen Art allerdings sehr unwahrscheinlich.
Das Gegenteil gilt für häufige Ruineneidechsen. Sie können auf vielen italienischen Inseln ausgesprochen zahlreich auftreten.
Warum gibt es in Italien so viele Eidechsen?
Italien bietet Reptilien nahezu ideale Voraussetzungen. Entscheidend ist nicht nur die Wärme.
Mehrere Faktoren kommen zusammen:
- lange warme Sommer
- viele Sonnenstunden
- felsige Landschaften
- zahlreiche Naturstein- und Trockenmauern
- Olivenhaine und Weinberge
- mediterrane Buschlandschaften
- große Zahl alter Gebäude und Ruinen
- zahlreiche Inseln
- sehr unterschiedliche Höhenlagen und Klimazonen
Eine alte Trockenmauer ist beispielsweise ein hervorragender Lebensraum. Die Steine erwärmen sich in der Sonne, während die Zwischenräume gleichzeitig Schutz vor Fressfeinden und großer Hitze bieten.
Hinzu kommen zahlreiche Insekten und andere kleine Wirbellose als Nahrung.
Was fressen Eidechsen in Italien?
Die meisten italienischen Eidechsen ernähren sich überwiegend von kleinen wirbellosen Tieren.
Auf dem Speiseplan stehen je nach Art beispielsweise:
- Fliegen
- Mücken
- Käfer
- Ameisen
- kleine Heuschrecken
- Spinnen
- Larven
- andere kleine Wirbellose
Einige Arten fressen gelegentlich auch pflanzliche Nahrung oder Früchte.
Eidechsen erfüllen damit eine wichtige Funktion im Ökosystem. Sie sind einerseits Jäger kleiner Tiere und andererseits selbst Nahrung für Vögel, Schlangen und andere Fressfeinde.
Was fressen Geckos in Italien?
Geckos ernähren sich ebenfalls überwiegend von kleinen Tieren. Besonders praktisch ist für sie die künstliche Beleuchtung menschlicher Gebäude.
Eine Außenlampe zieht Nachtfalter, Mücken und andere fliegende Insekten an. Ein Gecko muss deshalb nur in der Nähe warten.
Typische Beutetiere sind:
- Mücken
- Fliegen
- Nachtfalter
- kleine Käfer
- Spinnen
- andere kleine Gliederfüßer
Geckos sind deshalb eher nützliche als störende Nachbarn.
Fressen Geckos Mücken?
Ja, Geckos können auch Mücken fressen. Allerdings sollte man ihre Wirkung nicht überschätzen.
Ein Gecko auf der Terrasse wird nicht dafür sorgen, dass plötzlich sämtliche Stechmücken verschwinden. Mücken sind lediglich ein Teil eines wesentlich breiteren Nahrungsspektrums.
Trotzdem profitieren Geckos von beleuchteten Hauswänden gerade deshalb, weil sich dort zahlreiche kleine Fluginsekten sammeln.
Können Geckos an Wänden und Decken laufen?
Ja. Gerade diese Fähigkeit macht Geckos für viele Urlauber so faszinierend.
Die Füße vieler Geckoarten besitzen hoch spezialisierte Haftstrukturen. Dadurch können die Tiere an senkrechten Flächen laufen und je nach Oberfläche sogar kopfüber unterwegs sein.
Deshalb findet man Geckos nicht nur am Boden, sondern häufig mehrere Meter hoch an Fassaden.
Auch ein Gecko an der Zimmerdecke ist grundsätzlich möglich.
Er fällt dabei normalerweise nicht einfach herunter. Seine Füße sind hervorragend an das Klettern angepasst.
Machen Geckos Geräusche?
Ja. Im Gegensatz zu vielen anderen Reptilien können Geckos hörbare Laute erzeugen.
Je nach Art handelt es sich um kurze Klick-, Ruf- oder Quietschlaute. Diese können unter anderem der Kommunikation zwischen Artgenossen dienen.
Wer nachts in einem Ferienhaus in Süditalien ein unbekanntes leises Geräusch hört, muss deshalb nicht unbedingt ein Insekt vor sich haben.
Allerdings sind die in Italien vorkommenden Arten nicht mit den großen tropischen Geckos vergleichbar, deren Rufe teilweise ausgesprochen laut sein können.
Sind Eidechsen in Italien gefährlich?
Nein. Die normalen Eidechsen Italiens sind für Menschen ungefährlich.
Sie besitzen kein für Menschen gefährliches Gift und betrachten Menschen nicht als Beute oder Gegner.
Ihr normales Verhalten bei einer Begegnung besteht aus Flucht.
Häufig läuft eine Eidechse zunächst einige Meter davon und verschwindet anschließend in einer Mauerritze, unter einem Stein oder zwischen Pflanzen.
Eine große Smaragdeidechse kann zwar beeindruckend aussehen, stellt für einen Urlauber aber ebenfalls keine Gefahr dar.
Können Eidechsen beißen?
Theoretisch ja. Eine größere Eidechse kann beißen, wenn man versucht, sie einzufangen oder festzuhalten.
Im normalen Alltag ist das jedoch praktisch bedeutungslos. Eine frei lebende Eidechse versucht immer zuerst zu fliehen.
Wer die Tiere nicht anfasst, muss sich über Bisse keine Gedanken machen.
Sind Geckos gefährlich für Kinder?
Auch für Kinder sind die in Italien lebenden Geckos keine gefährlichen Tiere.
Kinder sollten Wildtiere trotzdem nicht fangen oder anfassen. Das dient vor allem dem Schutz des Tieres.
Ein kleiner Gecko kann durch falsches Anfassen verletzt werden und möglicherweise seinen Schwanz abwerfen.
Beobachten und fotografieren ist daher wesentlich besser als Einfangen.
Sind Geckos gefährlich für Hunde oder Katzen?
Geckos stellen für normale Hunde und Katzen keine ernsthafte Gefahr dar. Häufig ist eher das Gegenteil das Problem: Katzen jagen kleine Reptilien.
Wer mit einer Katze oder einem jagdfreudigen Hund in einem Ferienhaus wohnt, sollte deshalb darauf achten, dass das Haustier Geckos und Eidechsen möglichst nicht fängt.
Gecko im Zimmer: Was tun?
Ein Gecko im Hotelzimmer oder Ferienhaus kann zunächst überraschend sein. Ein Grund zur Panik besteht nicht.
Am besten geht man folgendermaßen vor:
- Ruhe bewahren und das Tier nicht verfolgen.
- Haustiere aus dem Raum bringen.
- Balkon- oder Terrassentür weit öffnen.
- Dem Gecko einen freien Weg nach draußen lassen.
- Etwas Abstand halten und warten.
Geckos suchen normalerweise keinen dauerhaften Aufenthaltsort mitten in einem belebten Zimmer. Sie bevorzugen geschützte Spalten und Bereiche mit Nahrung.
Wer sich unwohl fühlt, kann in einem Hotel einfach das Personal informieren.
Gecko auf Balkon oder Terrasse: Sollte man ihn vertreiben?
Normalerweise gibt es dafür keinen Grund.
Ein Gecko auf der Terrasse interessiert sich nicht für Lebensmittel oder Menschen, sondern meist für die Insekten rund um die Beleuchtung.
Wer ihn vertreibt, verliert damit sogar einen kleinen natürlichen Insektenjäger.
Solange das Tier draußen bleibt, ist die einfachste Lösung daher: nichts tun.
Warum sitzen Geckos immer an Lampen?
Die Lampe selbst interessiert den Gecko kaum. Interessant ist das, was vom Licht angezogen wird.
Nachts sammeln sich um Außenlampen häufig:
- Mücken
- Nachtfalter
- Fliegen
- Käfer
- andere kleine Insekten
Für einen Gecko ist eine beleuchtete Wand deshalb vergleichbar mit einem gut gefüllten Jagdgebiet.
Einige Tiere nutzen denselben Platz regelmäßig. Urlauber können deshalb während eines längeren Aufenthalts manchmal Abend für Abend denselben Gecko an einer bestimmten Hauswand beobachten.
Kann man Eidechsen und Geckos fotografieren?
Ja. Besonders Eidechsen sind allerdings schnell und reagieren empfindlich auf hastige Bewegungen.
Wer gute Bilder machen möchte, sollte:
- langsam nähergehen
- ausreichend Abstand halten
- keinen Schatten direkt auf das Tier werfen
- nicht versuchen, Fluchtwege zu versperren
- Tele- oder Zoomfunktion verwenden
- das Tier nicht anfassen
Geckos sind am Abend teilweise einfacher zu fotografieren, weil sie an einer ergiebigen Jagdstelle längere Zeit bleiben.
Direktes starkes Anleuchten aus nächster Nähe sollte trotzdem vermieden werden.
Eidechsen an Ruinen und historischen Sehenswürdigkeiten
Alte Ruinen sind für Eidechsen häufig ausgezeichnete Lebensräume. Genau deshalb begegnen Italienurlauber den Tieren immer wieder während der Besichtigung historischer Anlagen.
Die Kombination ist nahezu ideal:
- alte Steinmauern speichern Wärme
- zahlreiche Ritzen bieten Verstecke
- offene Flächen bieten Sonnenplätze
- zwischen Pflanzen und Steinen leben zahlreiche Insekten
Wer eine archäologische Anlage besucht, sollte deshalb gelegentlich nicht nur auf die Bauwerke, sondern auch auf die Mauern und Steine am Wegesrand achten.
Besonders morgens können sich dort Eidechsen sonnen.
Eidechsen in Gärten, Hotels und Ferienanlagen
Auch gepflegte touristische Anlagen können gute Lebensräume bieten. Entscheidend sind weniger Wildnis und große Naturflächen als geeignete kleine Strukturen.
Ein Hotelgarten mit Natursteinmauer, Hecken und sonnigen Flächen kann für Eidechsen attraktiver sein als eine völlig offene Landschaft ohne Verstecke.
Typische Beobachtungsorte rund um Unterkünfte sind:
- Gartenmauern
- Steintreppen
- Poolumrandungen
- Blumentöpfe
- Hecken
- Terrassen
- Fassaden
Geckos erscheinen vor allem nach Sonnenuntergang an den Gebäuden.
Wann halten Eidechsen in Italien Winterruhe?
Auch in Italien sind Eidechsen nicht das ganze Jahr gleich aktiv.
In Norditalien und höheren Lagen verbringen viele Tiere die kalte Jahreszeit weitgehend in geschützten Verstecken. Mit steigenden Temperaturen im Frühjahr nimmt die Aktivität wieder zu.
In besonders milden Küstenregionen Süditaliens kann die Aktivitätsperiode wesentlich länger sein. An warmen Wintertagen können dort vereinzelt sogar außerhalb der typischen Saison Reptilien beobachtet werden.
Für Urlauber liegen die besten Chancen grundsätzlich zwischen Frühjahr und Herbst.
Beste Reisezeit zum Beobachten von Eidechsen
Wer Eidechsen gezielt beobachten möchte, hat im Frühjahr und Frühsommer besonders gute Chancen.
Die Tiere sind aktiv und verbringen viel Zeit beim Sonnen. Gleichzeitig sind die Temperaturen noch nicht so hoch, dass sie sich während großer Teile des Tages vor der Hitze zurückziehen müssen.
Im Juli und August sind Beobachtungen natürlich ebenfalls sehr häufig. Dann lohnt sich besonders der Vormittag oder spätere Nachmittag.
Für Geckos ist die Jahreszeit ebenfalls wichtig, die Tageszeit aber noch entscheidender: Nach Einbruch der Dunkelheit suchen.
Welche Eidechsen sieht man in Italien am häufigsten?
Für Urlauber sind vor allem Mauereidechsen und Ruineneidechsen relevant. Beide Gruppen sind in vielen Regionen deutlich häufiger zu sehen als seltene Spezialisten kleiner Inseln oder Gebirge.
Die Tiere unterscheiden sich je nach Region, Geschlecht, Alter und Jahreszeit teilweise stark in Farbe und Zeichnung. Eine sichere Bestimmung nur anhand eines kurzen Blicks ist deshalb nicht immer möglich.
Als grobe Orientierung gilt:
| Art oder Gruppe | Typischer Eindruck | Wo häufig? |
|---|---|---|
| Mauereidechse | klein bis mittelgroß, braun, grau oder grünlich | Mauern, Felsen, Wege, Weinberge |
| Ruineneidechse | oft kräftiger gefärbt, teilweise deutlich grün | Mittel- und Süditalien, Gärten, Ruinen, offene Flächen |
| Smaragdeidechsen | deutlich größer, häufig intensiv grün | Buschland, Waldränder, Böschungen, Weinberge |
| Mauergecko | kräftig gebaut, grau bis braun, breite Zehen | Hauswände und Mauern, besonders abends |
| Halbfingergecko | kleiner und zierlicher | warme Gebäude, Mauern, nachts |
Wie groß werden Eidechsen in Italien?
Viele Mauereidechsen wirken relativ klein. Der lange Schwanz macht allerdings einen großen Teil ihrer Gesamtlänge aus.
Die häufigen kleinen Arten bleiben deutlich unter der Größe einer Smaragdeidechse. Große Smaragdeidechsen können einschließlich Schwanz ungefähr 30 bis 40 Zentimeter erreichen.
Gerade weil der Schwanz sehr lang ist, wirken solche Tiere auf den ersten Blick größer, als ihr eigentlicher Körper ist.
Für Urlauber besteht auch bei großen Exemplaren kein Grund zur Sorge. Eine Smaragdeidechse nutzt ihre Geschwindigkeit zur Flucht und versucht nicht, einen Menschen anzugreifen.
Wie groß werden Geckos in Italien?
Italienische Geckos sind deutlich kleiner als manche tropische Geckoarten.
Der Mauergecko gehört zu den größeren mediterranen Arten und kann einschließlich Schwanz ungefähr 15 Zentimeter erreichen. Kleinere Geckoarten bleiben deutlich darunter.
Ein Gecko an der Wand wirkt durch seinen breiten Kopf, die kräftigen Zehen und die ungewöhnliche Körperform oft größer und exotischer, als er tatsächlich ist.
Welche Farben haben italienische Eidechsen?
Italienische Eidechsen können überraschend unterschiedlich aussehen.
Mögliche Grundfarben sind:
- braun
- grau
- oliv
- grün
- gelblich
- teilweise blau an einzelnen Körperbereichen
Hinzu kommen Linien, Flecken, Netzmuster und andere Zeichnungen.
Besonders auffällig sind männliche Smaragdeidechsen mit grüner Körperfarbe und teilweise kräftig blauer Kehle.
Auch Ruineneidechsen können sehr intensiv grün wirken.
Warum sind manche Eidechsen in Italien leuchtend grün?
Grüne Farbe erfüllt mehrere Funktionen. Sie kann unter anderem bei der Tarnung zwischen Pflanzen helfen.
Bei einigen Arten spielt die Färbung außerdem während der Fortpflanzungszeit eine Rolle. Männchen können dann besonders auffällig gefärbt sein.
Das gilt beispielsweise für Smaragdeidechsen.
Eine große grüne Eidechse in Italien ist daher nicht automatisch eine exotische oder eingeschleppte Art. Solche Tiere gehören ganz natürlich zur europäischen Reptilienfauna.
Gibt es blaue Eidechsen in Italien?
Ja, einzelne italienische Eidechsen können auffallend blaue Bereiche besitzen.
Besonders bekannt sind blaue Kehlen bei männlichen Smaragdeidechsen während bestimmter Jahreszeiten.
Auf einigen italienischen Inseln gibt es außerdem außergewöhnlich dunkel oder blau gefärbte Populationen von Mauereidechsen.
Das bekannteste Beispiel stammt aus dem Umfeld von Capri: Auf den Faraglioni-Felsen lebt eine auffällig blau gefärbte Population der Ruineneidechse, die häufig als blaue Eidechse von Capri bezeichnet wird.
Die blaue Eidechse von Capri
Die berühmten Faraglioni vor Capri sind nicht nur landschaftlich interessant. Auf einem der Felsen lebt eine außergewöhnliche Population von Podarcis siculus, deren Tiere eine intensive dunkle beziehungsweise bläuliche Färbung besitzen.
Die Tiere werden häufig als blaue Eidechsen von Capri bezeichnet und gehören zu den bekanntesten zoologischen Besonderheiten der Insel.
Für normale Urlauber sind diese Tiere allerdings nicht einfach bei einem Spaziergang durch Capri-Stadt zu sehen. Ihr besonderes Vorkommen ist an die Faraglioni-Felsen gebunden.
Die normalen Eidechsen, denen Besucher auf Wanderwegen, in Gärten oder auf Mauern Capris begegnen, sehen meist wesentlich unspektakulärer aus.
Gibt es Eidechsen in Venedig?
Auch in Venetien leben verschiedene Eidechsenarten. Im historischen Zentrum von Venedig sind Beobachtungen aufgrund der dichten Bebauung und besonderen Stadtstruktur allerdings weniger typisch als in ländlichen Regionen.
Auf größeren Grünflächen, Inseln und in weniger dicht bebauten Bereichen der Region verbessern sich die Chancen.
Wer Reptilien gezielt beobachten möchte, findet rund um den Gardasee oder in ländlicheren Teilen Venetiens deutlich geeignetere Lebensräume.
Gibt es Geckos in Norditalien?
Ja. Geckos sind nicht ausschließlich auf Sizilien oder Süditalien beschränkt.
Ihre Häufigkeit nimmt jedoch mit wärmeren klimatischen Bedingungen zu. Deshalb sind Beobachtungen in Ligurien und anderen milden Küstengebieten wahrscheinlicher als beispielsweise in kalten alpinen Hochlagen.
Durch menschliche Siedlungen finden Geckos zusätzlich künstliche Wärmeinseln, geschützte Mauerritzen und zahlreiche Insekten.
Gibt es Geckos am Gardasee?
Im klimatisch milden Gardaseegebiet können Geckoarten vorkommen. Für Urlauber sind Mauereidechsen allerdings meist wesentlich auffälliger.
Wer einen Gecko sehen möchte, sollte am Abend auf warme Hauswände und beleuchtete Fassaden achten.
Tagsüber verstecken sich die nachtaktiveren Arten oft so gut, dass Besucher gar nicht bemerken, dass sie vorhanden sind.
Gibt es Geckos in der Toskana?
Ja. In der Toskana kommen Geckos vor, besonders in warmen und sonnigen Gebieten.
Ferienhäuser mit alten Steinmauern und beleuchteten Terrassen bieten geradezu typische Bedingungen.
Wer in einem Agriturismo auf dem Land wohnt, hat abends häufig bessere Chancen als in einem modernen Hotel mitten im Stadtzentrum.
Gibt es Geckos in Rom?
Auch in Rom können Geckos auftreten.
Das Stadtklima, alte Gebäude, Mauern und zahlreiche nächtliche Lichtquellen schaffen geeignete Lebensräume.
Für Touristen bleiben sie tagsüber meist unsichtbar. Nach Einbruch der Dunkelheit kann sich ein Blick auf beleuchtete Mauern, Terrassen und Fassaden lohnen.
Gibt es Geckos in Neapel und Kampanien?
Ja. Das warme Klima Kampaniens ist für mehrere Geckoarten gut geeignet.
In Neapel, auf Capri, an der Amalfiküste und in anderen Bereichen können Geckos an Häusern, Mauern und Ferienunterkünften auftreten.
Besonders typisch sind Begegnungen am Abend.
Wer einen Gecko auf einer Terrasse sieht, sollte ihn einfach dort lassen. Für Menschen ist das Tier harmlos und gleichzeitig ein erfolgreicher Insektenjäger.
Gibt es Geckos auf Sizilien?
Ja. Sizilien gehört zu den Regionen Italiens, in denen Urlauber besonders gute Chancen auf Geckobeobachtungen haben.
Das warme Klima und die vielen traditionellen Steinbauten bieten ausgezeichnete Bedingungen.
Vor allem Mauergeckos und Europäische Halbfingergeckos sind für Besucher interessant.
Nachts können sie an Gebäuden sehr viel auffälliger sein als Eidechsen am Tag.
Gibt es Geckos auf Sardinien?
Auch Sardinien besitzt mehrere Geckoarten.
Neben häufigeren mediterranen Arten ist besonders der Europäische Blattfingergecko zoologisch interessant.
Für normale Urlauber ist jedoch auch auf Sardinien ein Mauergecko an einem Gebäude wesentlich wahrscheinlicher zu entdecken als eine seltene Spezialart.
Welche Feinde haben Eidechsen?
Eidechsen sind zwar selbst kleine Räuber, stehen aber gleichzeitig auf dem Speiseplan vieler größerer Tiere.
Zu ihren natürlichen Feinden gehören beispielsweise:
- Schlangen
- Greifvögel
- andere Vögel
- kleine Raubsäuger
- Katzen
- teilweise größere Echsen
Deshalb besitzen Eidechsen mehrere Verteidigungsstrategien.
Die wichtigste ist Geschwindigkeit. Bei Gefahr verschwinden die Tiere innerhalb von Sekunden in einer Mauerritze oder unter einem Stein.
Das Abwerfen des Schwanzes ist eine zusätzliche Notfallstrategie.
Welche Feinde haben Geckos?
Auch Geckos werden von zahlreichen Tieren gejagt.
Besonders Katzen können in Städten und Ferienanlagen ein erheblicher Feind sein. Außerdem fressen bestimmte Schlangen und Vögel kleine Geckos.
Ihre wichtigste Verteidigung besteht aus Tarnung, Nachtaktivität und der Fähigkeit, sich in extrem enge Spalten zurückzuziehen.
Wie alt werden Eidechsen?
Die Lebenserwartung hängt stark von der Art und den Lebensbedingungen ab.
Viele kleine Eidechsen können mehrere Jahre alt werden, wenn sie nicht vorher einem Fressfeind, Krankheit oder anderen Gefahren zum Opfer fallen.
In freier Natur erreichen natürlich längst nicht alle Jungtiere das Erwachsenenalter.
Wie vermehren sich Eidechsen?
Bei vielen italienischen Eidechsen beginnt die Fortpflanzungszeit im Frühjahr.
Männchen können dann besonders territorial und auffällig gefärbt sein.
Nach der Paarung legen die Weibchen Eier an geschützten warmen Stellen ab.
Geeignet sind beispielsweise:
- lockere Erde
- Bereiche unter Steinen
- Mauerritzen
- andere geschützte Bodenstellen
Die Jungtiere schlüpfen später vollständig entwickelt aus den Eiern und müssen von Anfang an selbstständig leben.
Wie vermehren sich Geckos?
Auch die meisten italienischen Geckoarten legen Eier.
Die Eier werden an geschützten Stellen abgelegt, beispielsweise in Felsspalten oder Mauerritzen.
Genau diese Lebensweise erklärt wiederum, warum alte Gebäude für Geckos attraktiv sein können.
Eine Natursteinmauer bietet nicht nur Verstecke vor Fressfeinden, sondern auch geeignete geschützte Bereiche für Eier.
Was machen Eidechsen bei großer Hitze?
Reptilien lieben Wärme, aber auch für Eidechsen kann es zu heiß werden.
An einem italienischen Sommertag kann ein Stein in direkter Sonne extrem hohe Temperaturen erreichen.
Die Tiere wechseln deshalb zwischen Sonne und Schatten.
Während der heißesten Mittagsstunden verschwinden sie teilweise:
- unter Steinen
- in Mauerritzen
- unter Pflanzen
- in Erdspalten
Deshalb kann man an einem sehr heißen Augustmittag überraschend wenige Eidechsen sehen, obwohl in der Umgebung viele Tiere leben.
Was machen Geckos tagsüber?
Viele Geckos sind überwiegend nachtaktiv.
Tagsüber verstecken sie sich an dunklen und geschützten Stellen.
Dazu gehören:
- Spalten hinter Fensterläden
- Mauerritzen
- Bereiche unter Dachziegeln
- Hohlräume
- Spalten zwischen Steinen
Deshalb kann man mehrere Tage in einem Ferienhaus verbringen, ohne einen einzigen Gecko zu sehen – und am ersten warmen Abend tauchen plötzlich mehrere Tiere an der Außenbeleuchtung auf.
Kommen Geckos immer wieder an dieselbe Stelle?
Das kann vorkommen.
Eine Hauswand mit vielen Verstecken und regelmäßigem Insektenangebot ist für einen Gecko wertvoll.
Wenn jeden Abend an derselben Lampe zahlreiche Insekten auftauchen, gibt es für das Tier wenig Grund, den Jagdplatz dauerhaft zu verlassen.
Urlauber haben deshalb manchmal den Eindruck, dass „ihr“ Gecko jeden Abend wiederkommt.
Kann ein Gecko ins Bett krabbeln?
Geckos suchen normalerweise nicht gezielt die Nähe von Menschen.
Wenn ein Tier versehentlich in ein Hotelzimmer gelangt, versucht es eher, an Wänden entlangzulaufen und ein Versteck oder einen Ausgang zu finden.
Dass ein Gecko gezielt in ein Bett zu einem schlafenden Menschen kriecht, ist kein typisches Verhalten.
Es besteht deshalb kein Grund, wegen eines Geckos im Zimmer Angst vor dem Schlafen zu haben.
Können Geckos Krankheiten übertragen?
Wie andere Wildtiere können auch Reptilien grundsätzlich Mikroorganismen tragen. Deshalb sollte man sie nicht anfassen und anschließend Lebensmittel berühren.
Für einen normalen Urlauber, der einen Gecko lediglich an der Hauswand beobachtet, entsteht daraus jedoch keine besondere Gefahr.
Die sinnvollste Regel ist ohnehin einfach: Wildtiere nicht anfassen.
Sind Geckos ein Zeichen für Ungeziefer?
Nein. Ein Gecko an einem Hotel oder Ferienhaus bedeutet nicht automatisch, dass dort ein Schädlingsproblem besteht.
In warmen Regionen leben zahlreiche Insekten ganz normal im Freien. Außenbeleuchtung zieht sie zusätzlich an.
Der Gecko nutzt dieses Nahrungsangebot.
Gerade an mediterranen Häusern ist das vollkommen normal.
Kann man Geckos aus dem Haus fernhalten?
Wer trotz ihrer Harmlosigkeit keine Geckos im Zimmer haben möchte, kann einfache Maßnahmen ergreifen.
- Fliegengitter verwenden
- Balkon- und Terrassentüren nachts nicht dauerhaft offen lassen
- Spalten an Türen und Fenstern soweit möglich schließen
- Außenbeleuchtung direkt neben offenen Fenstern vermeiden
Gift oder Fallen sind dafür nicht notwendig.
Darf man Eidechsen oder Geckos mit nach Hause nehmen?
Nein. Wild lebende Tiere sollte man grundsätzlich an ihrem Fundort lassen.
Viele Reptilienarten stehen zudem unter gesetzlichen Schutzbestimmungen. Das Fangen, Transportieren oder Mitnehmen kann verboten sein.
Für Urlauber gibt es ohnehin keinen vernünftigen Grund, ein wildes Tier einzufangen.
Fotos sind das bessere Souvenir.
Eidechsen, Geckos und Schlangen unterscheiden
Die meisten Geckos und Eidechsen sind aufgrund ihrer vier Beine problemlos von Schlangen zu unterscheiden.
Schwieriger wird es bei schlangenähnlichen Echsen wie Blindschleichen.
Ein wichtiges Merkmal vieler beinloser Echsen sind bewegliche Augenlider, die Schlangen so nicht besitzen. Auch Körperbau und Kopf unterscheiden sich.
Wer in Italien eine echte Schlange sieht, sollte sie nicht anfassen und etwas Abstand halten. Einige italienische Vipern sind giftig.
Mehr dazu erklären wir in unserem Artikel über Schlangen in Italien.
FAQ: Eidechsen und Geckos in Italien
Gibt es viele Eidechsen in Italien?
Ja. Besonders in warmen und sonnigen Regionen sind Eidechsen sehr häufig. Mauern, Ruinen, Gärten, Weinberge und felsige Landschaften bieten gute Lebensräume.
Welche Eidechsen gibt es in Italien?
Zu den bekannten Arten und Gruppen gehören Mauereidechsen, Ruineneidechsen, Smaragdeidechsen sowie mehrere regional verbreitete Insel- und Gebirgsarten.
Gibt es Geckos in Italien?
Ja. Besonders in Mittel- und Süditalien sind mehrere Geckoarten verbreitet. Auch in wärmeren Regionen Norditaliens können Geckos vorkommen.
Welche Geckos leben in Italien?
Zu den bekanntesten gehören der Mauergecko, der Europäische Halbfingergecko und der Europäische Blattfingergecko.
Sind Geckos in Italien giftig?
Nein. Die in Italien vorkommenden Geckos sind für Menschen nicht giftig.
Sind Eidechsen in Italien giftig?
Nein. Die typischen italienischen Eidechsen sind für Menschen nicht giftig.
Beißen Geckos?
Ein frei lebender Gecko greift Menschen nicht an. Ein Biss wäre allenfalls denkbar, wenn man ein Tier einfängt und festhält.
Beißen Eidechsen?
Auch Eidechsen fliehen normalerweise. Größere Tiere können sich theoretisch durch einen Biss verteidigen, wenn man sie festhält.
Was tun bei einem Gecko im Hotelzimmer?
Fenster oder Balkontür öffnen und dem Tier einen freien Weg nach draußen lassen. Nicht anfassen oder verfolgen. Im Hotel kann bei Bedarf das Personal helfen.
Warum sind Geckos nachts an Hauswänden?
Weil die Beleuchtung Insekten anzieht. Für Geckos sind beleuchtete Mauern deshalb gute Jagdplätze.
Fressen Geckos Mücken?
Ja. Mücken gehören zu den kleinen Insekten, die Geckos fressen können.
Können Geckos an der Decke laufen?
Viele Geckoarten können mithilfe spezieller Haftstrukturen an ihren Füßen an senkrechten Flächen und teilweise auch an Decken laufen.
Können Geckos ihren Schwanz verlieren?
Ja. Wie viele Echsen können auch Geckos ihren Schwanz als Verteidigungsreaktion abwerfen. Er kann später teilweise nachwachsen.
Gibt es Eidechsen am Gardasee?
Ja. Besonders sonnige Hänge, Felsen, Mauern und Wanderwege rund um den Gardasee bieten geeignete Lebensräume.
Gibt es Eidechsen in der Toskana?
Ja. Die Toskana besitzt mit ihren Weinbergen, Olivenhainen und Natursteinmauern zahlreiche geeignete Lebensräume.
Gibt es Eidechsen auf Capri?
Ja. Auch auf Capri leben mehrere Reptilien. Besonders bekannt ist die außergewöhnlich gefärbte Eidechsenpopulation auf den Faraglioni.
Gibt es Eidechsen auf Sizilien?
Ja. Sizilien besitzt aufgrund seines warmen Klimas eine besonders interessante Reptilienfauna.
Gibt es Geckos auf Sizilien?
Ja. Sizilien gehört zu den italienischen Regionen, in denen Geckos an Häusern und Mauern relativ häufig beobachtet werden können.
Gibt es Geckos auf Sardinien?
Ja. Neben verbreiteten Geckoarten kommt auf Sardinien auch der zoologisch interessante Europäische Blattfingergecko vor.
Wann sieht man Eidechsen am besten?
Im Frühjahr und Frühsommer sind Vormittage besonders günstig. Im Hochsommer eignen sich häufig Morgen und späterer Nachmittag besser als die größte Mittagshitze.
Wann sieht man Geckos am besten?
Nach Sonnenuntergang. Besonders an beleuchteten Hauswänden und Terrassen sind die Chancen gut.
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Fazit: Eidechsen und Geckos gehören zu Italien einfach dazu
Eidechsen und Geckos gehören zu den Tieren, denen Urlauber in Italien besonders häufig begegnen können. Man muss dafür weder einen Nationalpark besuchen noch gezielt nach Wildtieren suchen.
Mauereidechsen und Ruineneidechsen sitzen auf alten Mauern, Wegen und Felsen. Größere Smaragdeidechsen fallen durch ihre kräftige grüne Färbung auf. Geckos werden dagegen meist erst am Abend sichtbar und jagen an beleuchteten Hauswänden nach Insekten.
Besonders gute Chancen bestehen in warmen Regionen wie Toskana, Ligurien, Kampanien, Sizilien und Sardinien. Aber auch am Gardasee und in anderen Teilen Norditaliens sind Eidechsen keine Seltenheit.
Für Urlauber ist vor allem wichtig: Die typischen Eidechsen und Geckos Italiens sind nicht giftig und stellen für Menschen keine Gefahr dar.
Ein Gecko im Ferienhaus oder auf dem Balkon ist deshalb kein Grund zur Sorge. Meist jagt er lediglich kleine Insekten und verschwindet wieder in einer Mauerspalte.
Wer die Tiere beobachten möchte, hat bei Eidechsen morgens und am Vormittag gute Chancen. Bei Geckos lohnt sich dagegen der Blick auf beleuchtete Fassaden nach Einbruch der Dunkelheit.
Mit etwas Aufmerksamkeit entdeckt man deshalb fast überall in Italien eine kleine Tierwelt, die vielen Urlaubern zunächst kaum auffällt.
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