Schildkröten in Italien: Meeresschildkröten und Landschildkröten

Veröffentlicht von

Schildkröten in Italien gibt es sowohl an Land als auch im Meer. Für Urlauber besonders interessant sind die Meeresschildkröten im Mittelmeer. Die mit Abstand wichtigste Art ist die Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta). Sie kommt in allen italienischen Meeresgebieten vor und legt inzwischen auch an zahlreichen Stränden Italiens ihre Eier ab.

Daneben können in italienischen Gewässern die Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas) und die wesentlich seltenere Lederschildkröte (Dermochelys coriacea) beobachtet werden. Die Unechte Karettschildkröte ist jedoch die Art, die Urlauber mit Abstand am ehesten sehen können. ISPRA bezeichnet sie als die häufigste Meeresschildkröte des Mittelmeers.

Unterkünfte an Italiens Küsten

Wer Meer und Tierbeobachtungen miteinander verbinden möchte, findet besonders auf Sizilien, Sardinien, in Kalabrien, Apulien und Kampanien eine große Auswahl an Unterkünften nahe der Küste.

Hotels und Ferienunterkünfte in Italien bei Booking ansehen

Auch an Land leben Schildkröten. Vor allem in den warmen Regionen Süd- und Mittelitaliens sowie auf den großen Inseln gibt es geeignete Lebensräume für Landschildkröten. Hinzu kommen Süßwasserschildkröten, die an Seen, Teichen, langsam fließenden Gewässern und in Feuchtgebieten vorkommen.

Dieser Ratgeber gibt einen Überblick darüber, welche Schildkröten in Italien leben, wo Urlauber Meeresschildkröten sehen können, an welchen Küsten sie ihre Eier ablegen und wie man sich bei einer Begegnung richtig verhält.

Schildkröten in Italien: Das Wichtigste in Kürze

  • Häufigste Meeresschildkröte: Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta)
  • Weitere Meeresschildkröten: Grüne Meeresschildkröte und Lederschildkröte
  • Beste Regionen für Nester: vor allem Süditalien und die Inseln
  • Besonders wichtig: Sizilien, Kalabrien, Kampanien und Apulien
  • Weitere Nistgebiete: unter anderem Sardinien, Toskana und Latium
  • Beobachtung im Meer: möglich, aber keineswegs garantiert
  • Gefährlich für Menschen: nein
  • Anfassen: Wildtiere und insbesondere nistende Tiere und Jungtiere nicht berühren
  • Abstand: WWF empfiehlt bei einer Schildkröte am Strand etwa 10 Meter Abstand

Wer sich allgemein für die Tierwelt des Landes interessiert, findet in unserem Überblick über Tiere in Italien weitere Arten. Für Urlauber, die vor allem wissen möchten, welche Tiere problematisch sein können, gibt es außerdem unseren Ratgeber über gefährliche Tiere in Kampanien.

Welche Schildkröten gibt es in Italien?

Bei Schildkröten in Italien muss zunächst zwischen drei Gruppen unterschieden werden: Meeresschildkröten, Landschildkröten und Süßwasserschildkröten.

Für Urlauber an den italienischen Küsten sind vor allem die Meeresschildkröten interessant. Drei Arten werden regelmäßig beziehungsweise gelegentlich im Mittelmeer beobachtet:

Art Wissenschaftlicher Name Bedeutung in Italien
Unechte Karettschildkröte Caretta caretta Mit Abstand wichtigste und häufigste Art
Grüne Meeresschildkröte Chelonia mydas Im Mittelmeer vorhanden, in Italien deutlich seltener
Lederschildkröte Dermochelys coriacea Seltener Gast in italienischen Gewässern

WWF nennt diese drei Arten für das Mittelmeer beziehungsweise die italienischen Küsten. ISPRA weist darauf hin, dass vor allem Caretta caretta und Chelonia mydas stabile mediterrane Populationen besitzen, während die Lederschildkröte nur sporadisch im Mittelmeer beobachtet wird.+

Daneben existieren extrem seltene Nachweise anderer Meeresschildkröten. Für einen Reiseführer sind diese Zufallsbeobachtungen allerdings kaum relevant. Wer beim Baden, Schnorcheln oder auf einer Bootsfahrt vor Italien tatsächlich eine Meeresschildkröte sieht, begegnet mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Caretta caretta.

Unechte Karettschildkröte: Die wichtigste Schildkröte Italiens

Die Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta) ist die charakteristische Meeresschildkröte Italiens. Ihr deutscher Name ist etwas verwirrend, denn mit der eigentlichen Echten Karettschildkröte handelt es sich um eine andere Art.

Meeresschildkröte Caretta Caretta
Meeresschildkröte Caretta Caretta

Caretta caretta lebt sowohl in küstennahen Gewässern als auch auf dem offenen Meer. Erwachsene Tiere suchen unter anderem flachere Meeresbereiche zur Nahrungssuche auf. Die Art ist in allen italienischen Meeresgebieten verbreitet.

Für Touristen gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Möglichkeiten einer Begegnung: Man kann eine Schildkröte im Wasser sehen oder während der Fortpflanzungszeit Hinweise auf eine Niststelle am Strand entdecken.

Eine Sichtung beim Schwimmen ist ein Glücksfall. Italienische Strände sind keine Aquarien, in denen Meeresschildkröten an bestimmten Stellen zuverlässig auf Besucher warten. Auf Bootsausflügen, beim Schnorcheln und mit etwas Glück sogar beim normalen Baden sind Begegnungen aber möglich.

Wo gibt es Meeresschildkröten in Italien?

Meeresschildkröten können grundsätzlich in allen italienischen Meeresgebieten vorkommen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch regional unterschiedlich, und man sollte zwischen Aufenthaltsgebieten im Meer und Stränden mit Nestern unterscheiden.

Historisch lagen die wichtigsten italienischen Nistgebiete der Caretta caretta vor allem weit im Süden. Besonders bedeutend waren die ionische Küste Kalabriens, Südsizilien und die Pelagischen Inseln mit Lampedusa und Linosa. ISPRA nennt diese Gebiete als traditionelle Schwerpunkte.

Inzwischen hat sich das Bild verändert. Nester werden zunehmend auch weiter nördlich registriert. ISPRA dokumentiert eine Ausweitung unter anderem nach Kampanien und in die Toskana.

2024 wurden in Italien mehr als 400 Nester der Unechten Karettschildkröte registriert. Besonders viele lagen in Sizilien, Kalabrien, Kampanien und Apulien. Das zeigt, dass Meeresschildkröten inzwischen keineswegs nur ein Thema für einzelne abgelegene Strände auf Lampedusa sind.

Meeresschildkröten auf Sizilien

Sizilien gehört zu den wichtigsten Regionen Italiens für Meeresschildkröten. Besonders die südlichen Küsten bieten geeignete Sandstrände für die Eiablage der Caretta caretta.

Auch die südlich von Sizilien gelegenen Pelagischen Inseln spielen eine besondere Rolle. Lampedusa und Linosa gehören seit Langem zu den bekannten italienischen Nistgebieten.

Für Urlauber bedeutet das trotzdem nicht, dass man bei einem einwöchigen Badeurlaub automatisch eine Schildkröte sieht. Die Tiere verbringen den größten Teil ihres Lebens im Meer, und die Weibchen kommen nur zur Eiablage an Land.

Wer zufällig einen abgesperrten Nistbereich am Strand entdeckt, sollte die Absperrungen unbedingt respektieren. Die Nester werden vielerorts überwacht und geschützt.

Schildkröten in Kalabrien

Auch Kalabrien gehört zu den klassischen Regionen für Meeresschildkröten in Italien. Besonders wichtig ist die ionische Seite der Region.

Die südliche Küste Kalabriens gilt als eines der bedeutendsten traditionellen Nistgebiete der Unechten Karettschildkröte auf dem italienischen Festland.

Für Badeurlauber ist das interessant, weil viele Nistplätze an grundsätzlich ganz normalen Sandstränden liegen können. Ein Schildkrötennest bedeutet jedoch nicht, dass der gesamte Strand gesperrt wird. Häufig wird lediglich der unmittelbare Bereich des Nests geschützt und gekennzeichnet.

Meeresschildkröten in Kampanien und bei Neapel

Auch in Kampanien werden inzwischen regelmäßig Nester von Caretta caretta gefunden. Die Region gehörte 2024 zusammen mit Sizilien, Kalabrien und Apulien zu den italienischen Gebieten mit besonders vielen registrierten Nestern.

Das Thema ist deshalb auch für Urlauber rund um Neapel, den Cilento und die kampanische Küste interessant. Die Nistaktivität beschränkt sich nicht mehr ausschließlich auf die südlichsten Regionen Italiens.

Besonders die langen Sandstrände südlich von Salerno bieten geeignete Bereiche. Auch im Cilento werden Nester entdeckt. ISPRA berichtete beispielsweise über einen sehr frühen Saisonstart mit einem Nest bei Ascea.

Wer sich für weitere Tiere im Meer vor Kampanien interessiert, findet in unserem Artikel über Meerestiere bei Capri, Ischia und Amalfi einen größeren Überblick. Besonders beliebt sind außerdem unsere Informationen über Delfine im Golf von Neapel.

Gibt es Schildkröten an der Amalfiküste und bei Capri?

Ja, Meeresschildkröten können auch im Meer rund um die Amalfiküste, Capri und den Golf von Neapel vorkommen. Eine Sichtung lässt sich allerdings nicht planen.

Wer auf einer Bootstour eine Schildkröte entdeckt, sollte das Tier nicht verfolgen. Besonders wichtig ist, den Kurs des Tieres nicht abzuschneiden.

Wer sich für das Tierleben dieser Region interessiert, kann eine Bootsfahrt vor allem als Natur- und Landschaftserlebnis betrachten. Neben Meeresschildkröten können mit Glück auch Delfine in Italien beobachtet werden.

Bootstouren und Ausflüge in Italien

Meeresschildkröten lassen sich auf keiner normalen Bootstour garantieren. Wer Italiens Küsten vom Wasser aus kennenlernen möchte, findet bei GetYourGuide zahlreiche Boots-, Schnorchel- und Küstenausflüge. Besonders groß ist die Auswahl in bekannten Urlaubsregionen wie Kampanien, Sizilien und Sardinien.

Bootstouren und Ausflüge in Italien bei GetYourGuide ansehen

Meeresschildkröten in Apulien

Apulien ist ebenfalls eine interessante Region für Meeresschildkröten. Nester werden an den Küsten der Region dokumentiert, und Apulien gehörte 2024 zu den vier italienischen Regionen mit besonders vielen erfassten Nestern. :contentReference[oaicite:9]{index=9}

Für Urlauber ist insbesondere die lange Küste interessant. Wer einen markierten Nistbereich entdeckt, sollte genügend Abstand halten und die Hinweise der örtlichen Naturschutzorganisationen beachten.

Meeresschildkröten auf Sardinien

Auch vor Sardinien können Meeresschildkröten beobachtet werden. Darüber hinaus wurden auf Sardinien Niststrände untersucht. Im Rahmen des LIFE-TURTLENEST-Projekts führte ISPRA beispielsweise Untersuchungen an sardischen Niststränden durch.

Für Urlauber ist Sardinien aufgrund seiner langen Küste, des klaren Wassers und der zahlreichen Boots- und Schnorchelmöglichkeiten ohnehin eine interessante Region zur Beobachtung von Meerestieren. Eine Schildkrötenbegegnung bleibt dennoch Glückssache.

Wer auf Sardinien aufs Meer hinausfährt, kann neben Schildkröten auch Delfine beobachten. Ähnliche Tierbeobachtungen sind in vielen Regionen Italiens möglich.

Gibt es Meeresschildkröten in der Adria?

Ja. Die Adria ist ein wichtiges Gebiet für Meeresschildkröten. Besonders Caretta caretta nutzt Teile der Adria zur Nahrungssuche und als Lebensraum.

ISPRA beschreibt insbesondere die nördliche Adria als wichtiges Aufenthaltsgebiet für Meeresschildkröten. Untersuchungen zeigen außerdem die Bedeutung des gesamten Adriatisch-Ionischen Raums für die Art.

Damit können Meeresschildkröten grundsätzlich auch vor klassischen Urlaubsküsten an der Adria auftauchen. Wer beispielsweise bei Rimini, Ravenna, in den Marken, den Abruzzen oder weiter südlich Urlaub macht, befindet sich keineswegs außerhalb des Verbreitungsgebiets.

Eine häufige Verwechslung sollte man allerdings vermeiden: Nur weil Meeresschildkröten in einem Meeresgebiet vorkommen, bedeutet das nicht automatisch, dass an jedem dortigen Strand auch Schildkröten nisten.

Gibt es Schildkröten bei Rimini?

Auch vor Rimini und der Emilia-Romagna können Meeresschildkröten vorkommen. Die nördliche Adria ist für Caretta caretta ökologisch bedeutend. Eine Begegnung direkt beim Baden vor Rimini ist trotzdem eher ein besonderes Erlebnis als etwas Alltägliches.

Wer eine Schildkröte im Wasser entdeckt, sollte ihr ausreichend Platz lassen. Das Tier darf nicht eingekreist oder für ein Foto verfolgt werden.

Meeresschildkröten in der Toskana

Auch die Toskana ist inzwischen für das Thema interessant. Die Ausbreitung der Nistgebiete nach Norden hat dazu geführt, dass auch an der toskanischen Küste Nester registriert werden.

ISPRA untersuchte im Rahmen des LIFE-TURTLENEST-Projekts unter anderem Niststrände in der Toskana. Die Entwicklung zeigt, dass die frühere Vorstellung, Meeresschildkröten würden in Italien praktisch nur ganz im Süden nisten, nicht mehr zutrifft.

Wann legen Schildkröten in Italien ihre Eier?

Die Eiablage der Unechten Karettschildkröte findet in den warmen Monaten statt. Weibliche Meeresschildkröten verlassen dafür nachts das Meer, kriechen über den Strand und graben im Sand eine Grube.

Dort werden die Eier abgelegt und anschließend wieder mit Sand bedeckt. Danach kehrt das Weibchen ins Meer zurück. Eine Betreuung der Eier oder der Jungtiere durch das Muttertier gibt es nicht.

Historische italienische Daten nennen für Caretta caretta eine Fortpflanzungsperiode ungefähr von Mitte Juni bis Mitte September, wobei regionale und jährliche Abweichungen möglich sind.

Für Urlauber sind deshalb insbesondere die Sommermonate interessant. Gleichzeitig ist dies die Zeit, in der italienische Strände besonders intensiv genutzt werden. Der Schutz gekennzeichneter Nistbereiche ist daher wichtig.

Wann schlüpfen Meeresschildkröten in Italien?

Nach der Eiablage bleiben die Eier mehrere Wochen im Sand. Bei Caretta caretta dauert die Entwicklung typischerweise ungefähr 50 bis 70 Tage. Danach arbeiten sich die Jungtiere durch den Sand an die Oberfläche und bewegen sich Richtung Meer. :contentReference[oaicite:14]{index=14}

Die Schlüpfzeit hängt entsprechend vom Zeitpunkt der Eiablage ab. Bei späten Nestern können Jungtiere noch deutlich nach der Hauptferienzeit schlüpfen.

Für Touristen ist wichtig: Eine Schlüpfstelle ist keine Veranstaltung, bei der man möglichst nah an die Tiere herangehen sollte. Die Jungtiere müssen ihren Weg zum Meer möglichst ungestört zurücklegen.

Was tun, wenn man eine Schildkröte am Strand sieht?

Eine große Meeresschildkröte nachts an einem italienischen Strand zu entdecken, ist ein außergewöhnliches Erlebnis. Gerade dann ist Zurückhaltung wichtig.

WWF empfiehlt bei einer aktiven Meeresschildkröte am Strand einen Abstand von ungefähr 10 Metern. Licht, Blitzlicht und andere Störungen sollten vermieden werden. :content

Schildkröte am Strand entdeckt?

  • Abstand halten.
  • Das Tier nicht anfassen.
  • Nicht vor die Schildkröte stellen.
  • Keine Taschenlampen direkt auf das Tier richten.
  • Keinen Kamerablitz verwenden.
  • Hunde fernhalten.
  • Spuren und mögliche Nester nicht betreten.
  • Bei einem offensichtlich verletzten oder gefährdeten Tier die zuständigen Stellen beziehungsweise die Küstenwache informieren.

Was tun, wenn man beim Schwimmen eine Meeresschildkröte sieht?

Beim Schwimmen oder Schnorcheln gilt eine einfache Regel: beobachten, aber nicht verfolgen.

WWF empfiehlt, ausreichend Abstand zu halten und einer Schildkröte weder den Weg abzuschneiden noch hinter ihr herzuschwimmen. Gleiches gilt für Boote.

Eine ruhig schwimmende Schildkröte muss nicht gerettet werden. Sie kann zum Atmen an die Oberfläche kommen und anschließend wieder abtauchen.

Nur wenn das Tier offensichtlich verletzt ist, sich in Netzen oder Schnüren verfangen hat oder anderweitig in Schwierigkeiten steckt, sollte Hilfe organisiert werden.

Sind Meeresschildkröten in Italien gefährlich?

Nein. Meeresschildkröten sind für Badegäste keine relevante Gefahr.

Es handelt sich um Wildtiere, die man nicht anfassen oder bedrängen sollte. Eine frei schwimmende Caretta caretta hat aber kein Interesse daran, Menschen anzugreifen.

Wer sich vor gefährlicheren Meerestieren fürchtet, findet in unseren Ratgebern über Quallen in Italien und Haie bei Capri und an der Amalfiküste weitere Informationen. Auch bei diesen Tieren wird die tatsächliche Gefahr von Urlaubern teilweise deutlich überschätzt.

Warum sind Meeresschildkröten geschützt?

Meeresschildkröten stehen unter erheblichem Druck. Zu den Problemen gehören unbeabsichtigter Beifang in der Fischerei, Störungen an Niststränden, Lebensraumverlust, Plastik und anderer Müll sowie Kollisionen mit Booten. ISPRA nennt diese Faktoren ausdrücklich als wesentliche Gefahren für Caretta caretta. :contentReference[oaicite:17]{index=17}

Die Tiere sind deshalb international und europarechtlich geschützt. Für Urlauber bedeutet das vor allem: beobachten statt anfassen. Tiere, Eier und Jungtiere gehören nicht in die Hand und selbstverständlich nicht als vermeintliches Urlaubssouvenir ins Gepäck.

Unterkünfte an Italiens Küsten

Wer Meer und Tierbeobachtungen miteinander verbinden möchte, findet besonders auf Sizilien, Sardinien, in Kalabrien, Apulien und Kampanien eine große Auswahl an Unterkünften nahe der Küste.

Hotels und Ferienunterkünfte in Italien bei Booking ansehen

Landschildkröten in Italien

Neben Meeresschildkröten leben in Italien auch Landschildkröten. Für Urlauber sind sie schwieriger gezielt zu beobachten als viele Eidechsen oder Geckos, können aber besonders in warmen, trockenen und naturnahen Gebieten vorkommen.

Zu den für Italien wichtigen Landschildkröten gehören insbesondere die Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni) und die Breitrandschildkröte (Testudo marginata). Bei einzelnen Populationen und Vorkommen ist die Situation kompliziert, da Schildkröten seit langer Zeit auch vom Menschen gehalten, ausgesetzt oder in andere Gebiete gebracht wurden.

Für Urlauber ist diese wissenschaftliche Abgrenzung meistens weniger wichtig. Entscheidend ist: Wer in Italien eine Landschildkröte in freier Natur entdeckt, sollte sie an Ort und Stelle lassen und nicht mitnehmen.

Griechische Landschildkröte in Italien

Die Griechische Landschildkröte gehört zu den bekanntesten europäischen Landschildkröten. Trotz ihres deutschen Namens lebt sie keineswegs nur in Griechenland. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst auch Teile Italiens.

Typische Lebensräume sind warme und sonnige Landschaften mit niedriger Vegetation, Gebüsch, lichten Wäldern und offenen Flächen. Dort finden die Tiere sowohl Nahrung als auch Verstecke.

Landschildkröten sind wechselwarm. Ihre Aktivität hängt deshalb stark von der Temperatur ab. Bei angenehmem Wetter können sie tagsüber unterwegs sein, während sie sich bei extremer Hitze in geschützte Bereiche zurückziehen.

Wer beim Wandern eine Schildkröte entdeckt, sollte sie aus etwas Entfernung beobachten. Für ein Foto muss das Tier nicht hochgehoben oder umgesetzt werden.

Breitrandschildkröte in Italien

Eine weitere interessante Art ist die Breitrandschildkröte (Testudo marginata). Sie gehört zu den größten europäischen Landschildkröten und ist vor allem aus Griechenland bekannt, kommt aber auch in Italien vor.

Besonders interessant ist Sardinien. Dort gibt es Populationen der Breitrandschildkröte, wobei ihr historischer Ursprung auf der Insel mit menschlicher Einführung in Verbindung gebracht wird.

Für den normalen Sardinien-Urlauber ist eine Begegnung trotzdem keineswegs garantiert. Die Tiere leben nicht einfach überall zwischen Hotels und Stränden, sondern benötigen geeignete Lebensräume.

Wo kann man Landschildkröten in Italien sehen?

Die Chancen auf eine zufällige Begegnung sind in warmen und wenig verbauten Landschaften am größten. Dazu gehören Teile Mittel- und Süditaliens sowie Sardinien und Sizilien.

Interessante Lebensräume sind unter anderem:

  • mediterrane Buschlandschaften
  • lichte Wälder
  • trockene Wiesen
  • Waldränder
  • landwirtschaftlich wenig intensiv genutzte Flächen
  • Naturschutzgebiete
  • ruhige Bereiche abseits dicht bebauter Küstenorte

Anders als bei einer Sehenswürdigkeit kann man jedoch nicht einfach zu einem bestimmten Punkt fahren und erwarten, dort eine Schildkröte vorzufinden.

Wer allgemein auf Reptilien achtet, wird in Italien wesentlich häufiger Eidechsen und Geckos entdecken. Diese kommen teilweise sogar mitten in Städten, an Hauswänden, Mauern und in Hotelanlagen vor.

Landschildkröten auf Sardinien

Sardinien ist für Schildkröten besonders interessant. Auf der Insel kommen verschiedene Landschildkröten vor, darunter die Griechische Landschildkröte und die Breitrandschildkröte.

Die trockenen mediterranen Landschaften Sardiniens bieten vielerorts geeignete Bedingungen. Trotzdem sollte man Schildkröten nicht gezielt im dichten Gebüsch suchen oder Tiere aus ihren Verstecken holen.

Wer eine Schildkröte auf einem Wanderweg sieht, kann sie fotografieren und anschließend weiterziehen lassen.

Landschildkröten auf Sizilien

Auch Sizilien gehört zu den interessanten Regionen für Schildkröten. Die Insel ist sowohl wegen ihrer Meeresschildkröten als auch wegen der an Land vorkommenden Reptilien interessant.

Die Kombination aus warmem Klima, trockenen Landschaften und zahlreichen weniger dicht besiedelten Gebieten schafft geeignete Lebensräume für Landschildkröten.

Für einen normalen Urlauber bleibt eine Begegnung dennoch Glückssache. Viel häufiger sieht man auf Sizilien Eidechsen und Geckos.

Süßwasserschildkröten in Italien

Neben Meeres- und Landschildkröten gibt es in Italien auch Süßwasserschildkröten. Eine einheimische Art ist die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis).

Sie lebt in und an langsam fließenden oder stehenden Gewässern, beispielsweise in Teichen, Sümpfen, Feuchtgebieten, Kanälen und ruhigen Flussabschnitten.

Mit etwas Glück sieht man eine Sumpfschildkröte beim Sonnenbad. Die Tiere sitzen dabei gerne auf Ästen, Baumstämmen oder anderen Stellen knapp über der Wasseroberfläche. Bei einer Störung verschwinden sie häufig schnell im Wasser.

Warum sieht man in Italien auch amerikanische Wasserschildkröten?

An italienischen Teichen und Seen kann man auch Wasserschildkröten sehen, die ursprünglich überhaupt nicht aus Italien stammen.

Ein bekanntes Beispiel sind verschiedene nordamerikanische Schmuckschildkröten. Sie wurden über Jahrzehnte als Haustiere verkauft und später teilweise ausgesetzt. Dadurch konnten sich in vielen europäischen Ländern Populationen etablieren.

Deshalb sollte man bei einer Schildkröte in einem Stadtpark oder künstlichen Teich nicht automatisch davon ausgehen, dass es sich um eine ursprünglich dort heimische Art handelt.

Das Aussetzen einer nicht mehr gewünschten Haustierschildkröte in der Natur ist keine akzeptable Lösung. Gebietsfremde Arten können einheimische Tiere und Ökosysteme beeinträchtigen.

Gibt es Schildkröten im Gardasee?

Auch am Gardasee können Urlauber Schildkröten entdecken. Dabei muss allerdings zwischen einheimischen Sumpfschildkröten und ausgesetzten beziehungsweise etablierten gebietsfremden Wasserschildkröten unterschieden werden.

Wer am Ufer eines Sees eine Schildkröte auf einem Stein oder Baumstamm sieht, kann anhand eines kurzen Blicks häufig nicht sicher feststellen, um welche Art es sich handelt.

Meeresschildkröten gibt es im Gardasee selbstverständlich nicht. Sie leben ausschließlich im Meer.

Darf man Schildkröten in Italien anfassen?

Wild lebende Schildkröten sollte man grundsätzlich nicht anfassen. Bei Meeresschildkröten gilt dies besonders an Niststränden.

Auch eine Landschildkröte sollte nicht für ein Foto hochgehoben werden. Das Tier weiß selbst, wohin es möchte, und sollte seinen Weg ungestört fortsetzen können.

Schildkröte überquert eine Straße

Eine besondere Situation entsteht, wenn sich eine Landschildkröte unmittelbar auf einer befahrenen Straße befindet. Zunächst sollte man auf die eigene Sicherheit und den Verkehr achten.

Ein Wildtier sollte nicht unnötig eingefangen oder über größere Entfernungen versetzt werden. Bei einer offensichtlich verletzten Schildkröte ist es sinnvoller, örtliche Wildtier- oder Naturschutzstellen um Hilfe zu bitten.

Darf man eine Schildkröte aus Italien mit nach Hause nehmen?

Nein, eine wild lebende Schildkröte ist kein Urlaubssouvenir. Viele Schildkrötenarten sind streng geschützt und unterliegen internationalen und europäischen Artenschutzbestimmungen.

Das gilt auch dann, wenn eine kleine Landschildkröte scheinbar allein unterwegs ist. Ein gesundes Wildtier benötigt keinen Urlauber, der es „rettet“ und mit ins Hotel nimmt.

Auch Panzerteile, Eier oder tote Tiere sollte man nicht einfach einsammeln und mitnehmen. Bei geschützten Arten können Besitz und grenzüberschreitender Transport rechtliche Probleme verursachen.

Was tun bei einer verletzten Meeresschildkröte?

Eine sichtbar verletzte oder in Schwierigkeiten geratene Meeresschildkröte ist eine andere Situation als ein gesundes Tier, das lediglich an der Wasseroberfläche schwimmt.

In Italien ist die Guardia Costiera eine wichtige Anlaufstelle bei Meerestieren in Not. Die italienische Küstenwache ist unter der Notrufnummer 1530 erreichbar.

Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn eine Meeresschildkröte:

  • offensichtlich verletzt ist,
  • sich in Angelschnüren oder Netzen verfangen hat,
  • bewegungsunfähig wirkt,
  • an einer gefährlichen Stelle gestrandet ist oder
  • durch Bootsverkehr unmittelbar gefährdet wird.

Ein gesundes Tier, das normal schwimmt oder zum Atmen auftaucht, muss dagegen nicht gerettet werden.

Kann man in Italien mit Meeresschildkröten schwimmen?

Eine Begegnung beim Schwimmen oder Schnorcheln ist möglich, lässt sich an den meisten italienischen Küsten aber nicht zuverlässig planen.

Das unterscheidet Italien von einigen Urlaubszielen außerhalb Europas, an denen bestimmte Buchten für regelmäßig auftretende Meeresschildkröten bekannt sind.

Wer beim Schnorcheln in Italien zufällig eine Schildkröte entdeckt, sollte das Erlebnis genießen, ohne dem Tier hinterherzuschwimmen. Besonders schön ist eine Begegnung gerade dann, wenn sich das Tier freiwillig in der Nähe aufhält.

Interessante Schnorchelgebiete gibt es unter anderem auf Sardinien, Sizilien und an vielen Küsten Süditaliens. Dort kann man neben Schildkröten zahlreiche Fische im Mittelmeer vor Italien beobachten.

Kann man Meeresschildkröten auf einer Bootstour sehen?

Ja, eine Sichtung vom Boot ist möglich. Sie sollte aber niemals als sicher dargestellt werden.

Meeresschildkröten kommen regelmäßig an die Wasseroberfläche, um zu atmen. Dabei können sie von einem Boot aus entdeckt werden. Oft sieht man zunächst nur den Kopf oder einen Teil des Panzers.

Ein verantwortungsvoller Bootsführer sollte eine Schildkröte nicht verfolgen oder einkreisen. Das Tier muss jederzeit die Möglichkeit haben, seine Schwimmrichtung selbst zu bestimmen.

Ähnliches gilt für Delfine in Italien. Auch bei Delfintouren handelt es sich um Wildtiere, weshalb seriöse Anbieter eine Sichtung nicht immer garantieren können.

Boots- und Schnorcheltouren in Italien

Bei GetYourGuide gibt es zahlreiche Bootsfahrten und Schnorchelausflüge an italienischen Küsten. Besonders groß ist die Auswahl rund um Sardinien, Sizilien, Neapel, Capri und die Amalfiküste.

Eine Sichtung von Meeresschildkröten ist bei normalen Bootstouren nicht garantiert. Die Ausflüge eignen sich aber gut, um Küstenlandschaften und die Tierwelt des Mittelmeers vom Wasser aus kennenzulernen.

Boots- und Schnorcheltouren in Italien bei GetYourGuide ansehen

Schildkröten mit Kindern beobachten

Für Kinder kann eine Schildkrötenbeobachtung zu den interessantesten Naturerlebnissen eines Italienurlaubs gehören. Gleichzeitig lässt sich dabei gut erklären, warum Wildtiere nicht angefasst werden sollten.

Besonders spannend sind gekennzeichnete Nistbereiche von Meeresschildkröten. Kinder sollten allerdings nicht über Absperrungen steigen oder im Sand rund um ein Nest graben.

Auch frisch geschlüpfte Schildkröten sollten nicht aufgehoben und eigenmächtig ins Wasser getragen werden. Wenn ein Nest offiziell betreut wird, sollte man den Anweisungen der Helfer und Fachleute folgen.

Bei Landschildkröten gilt dasselbe Prinzip: anschauen, eventuell fotografieren und anschließend in Ruhe lassen.

Sind Schildkröten in Italien selten?

Darauf gibt es keine einfache Antwort. Caretta caretta ist im Mittelmeer weit verbreitet, trotzdem sieht ein durchschnittlicher Badeurlauber nicht automatisch eine Meeresschildkröte.

Interessant ist die Entwicklung der Nester an italienischen Stränden. In den vergangenen Jahren wurden deutlich mehr Nester registriert und die Nistgebiete haben sich weiter nach Norden ausgedehnt.

Das bedeutet aber nicht, dass Meeresschildkröten keine bedrohten oder schutzbedürftigen Tiere mehr wären. Beifang, Plastikmüll, Bootsverkehr und Störungen an Stränden bleiben wichtige Probleme.

Welche Gefahren drohen Schildkröten in Italien?

Bei Meeresschildkröten gehören Fischerei und unbeabsichtigter Beifang zu den wichtigsten Gefahren. Die Tiere können sich außerdem in Schnüren und Netzen verfangen.

Weitere Probleme sind:

  • Plastik und anderer Müll im Meer
  • Kollisionen mit Motorbooten
  • intensive Nutzung von Sandstränden
  • künstliche Beleuchtung an Niststränden
  • Störungen während der Eiablage
  • Beschädigung von Nestern
  • Veränderung geeigneter Lebensräume

Künstliches Licht ist besonders für Jungtiere problematisch. Nach dem Schlüpfen müssen sie den Weg zum Meer finden. Starke Lichtquellen an Straßen, Hotels oder Strandbars können die Orientierung beeinträchtigen.

Schildkröten, Plastik und Müll im Mittelmeer

Plastikmüll stellt für zahlreiche Meerestiere ein Problem dar. Meeresschildkröten können Kunststoffteile verschlucken oder sich in Abfällen verfangen.

Wer sich für die Tierwelt des Mittelmeers interessiert, hilft bereits mit sehr einfachen Dingen: keinen Müll am Strand zurücklassen, Kunststoff nicht ins Meer gelangen lassen und Angelschnüre nicht liegen lassen.

Das betrifft nicht nur Schildkröten. Auch Delfine, Fische, Seevögel und andere Meerestiere sind von Abfällen betroffen.

FAQ: Schildkröten in Italien

Gibt es Meeresschildkröten in Italien?

Ja. Die wichtigste Art ist die Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta). Außerdem kommen die Grüne Meeresschildkröte und gelegentlich Lederschildkröten im Mittelmeer vor.

Wo gibt es die meisten Meeresschildkröten in Italien?

Meeresschildkröten können in allen italienischen Meeresgebieten vorkommen. Besonders wichtige Nistregionen liegen in Süditalien und auf den Inseln. Sizilien, Kalabrien, Kampanien und Apulien gehören zu den bedeutenden Regionen. Auch auf Sardinien sowie weiter nördlich werden Nester registriert.

Gibt es Schildkröten auf Sardinien?

Ja. Vor Sardinien leben Meeresschildkröten, und auch Nester werden auf der Insel registriert. Außerdem kommen auf Sardinien Landschildkröten vor.

Gibt es Schildkröten auf Sizilien?

Ja. Sizilien gehört zu den wichtigsten italienischen Regionen für Meeresschildkröten. Daneben gibt es auf der Insel auch Landschildkröten und Süßwasserschildkröten.

Gibt es Meeresschildkröten in der Adria?

Ja. Besonders die Unechte Karettschildkröte kommt in der Adria vor. Teile der Adria sind wichtige Nahrungs- und Aufenthaltsgebiete.

Gibt es Schildkröten bei Rimini?

Meeresschildkröten können auch in der nördlichen Adria vor der Emilia-Romagna vorkommen. Eine Sichtung direkt beim Baden ist allerdings nicht alltäglich.

Gibt es Schildkröten bei Neapel?

Ja. Caretta caretta kommt im Meer vor Kampanien vor. In Kampanien werden inzwischen außerdem regelmäßig Nester an geeigneten Sandstränden registriert.

Gibt es Schildkröten an der Amalfiküste?

Meeresschildkröten können auch vor der Amalfiküste vorkommen. Eine Sichtung beim Schwimmen, Schnorcheln oder auf einer Bootstour bleibt jedoch Glückssache.

Gibt es Schildkröten bei Capri?

Ja, Meeresschildkröten können im Golf von Neapel und in den Gewässern rund um Capri vorkommen. Es gibt jedoch keinen bestimmten Platz, an dem Urlauber zuverlässig Schildkröten sehen.

Gibt es Schildkröten im Gardasee?

Im und rund um den Gardasee können Süßwasserschildkröten vorkommen. Neben einheimischen Arten gibt es in Italien auch Populationen ausgesetzter, ursprünglich nicht heimischer Wasserschildkröten. Meeresschildkröten gibt es im Gardasee natürlich nicht.

Sind Schildkröten in Italien gefährlich?

Nein. Frei lebende Schildkröten stellen für Urlauber normalerweise keine Gefahr dar. Als Wildtiere sollten sie trotzdem nicht angefasst oder bedrängt werden.

Darf man eine Landschildkröte in Italien mitnehmen?

Nein. Wild lebende Schildkröten sollte man niemals als Souvenir mitnehmen. Mehrere Arten unterliegen strengen Schutzbestimmungen.

Wann schlüpfen Schildkröten in Italien?

Die Eier der Unechten Karettschildkröte entwickeln sich mehrere Wochen im Sand. Viele Jungtiere schlüpfen im Spätsommer, wobei der genaue Zeitraum vom Zeitpunkt der Eiablage und den Bedingungen im Nest abhängt.

Kann man beim Schnorcheln in Italien Schildkröten sehen?

Ja, eine Begegnung ist möglich. Sie lässt sich allerdings nicht zuverlässig planen. Wer eine Schildkröte sieht, sollte Abstand halten und dem Tier nicht hinterherschwimmen.

Kann man Meeresschildkröten anfassen?

Nein. Wild lebende Meeresschildkröten sollten nicht angefasst werden. Das gilt sowohl im Wasser als auch für Weibchen, die zur Eiablage an einen Strand kommen.

Weitere Tiere in Italien

Italien besitzt durch Alpen, Apennin, Inseln und das Mittelmeer eine sehr vielfältige Tierwelt. In unseren weiteren Ratgebern finden Urlauber Informationen über häufige, interessante und teilweise gefürchtete Tiere.

Tier-Ratgeber Darum geht es
Tiere in Italien Überblick über die Tierwelt Italiens
Gefährliche Tiere in Kampanien Welche Tiere für Urlauber tatsächlich relevant sind
Giftige Spinnen in Italien Giftspinnen, Vorkommen und tatsächliche Gefahr
Skorpione in Italien Arten, Vorkommen und Skorpionstiche
Eidechsen und Geckos in Italien Häufige Reptilien in Städten und Urlaubsregionen
Vögel in Italien Typische und interessante Vogelarten
Delfine in Italien Arten und Regionen für Delfinbeobachtungen
Delfine im Golf von Neapel Delfine vor Neapel, Capri und den Inseln
Haie bei Capri und Amalfi Haiarten und tatsächliches Risiko beim Baden
Quallen in Italien Quallenarten, Vorkommen und Verhalten bei Kontakt
Quallen an der Amalfiküste Quallen rund um Amalfi und im Golf von Salerno
Fische in Italien Fischarten beim Schwimmen und Schnorcheln
Meerestiere bei Capri, Ischia und Amalfi Tierwelt im Golf von Neapel und an der Amalfiküste

Italienurlaub planen

Wer Schildkröten und andere Meerestiere beobachten möchte, findet vor allem auf Sardinien, Sizilien und an den Küsten Süditaliens interessante Urlaubsregionen. Auch Kampanien bietet mit dem Golf von Neapel, Capri, Ischia, der Amalfiküste und dem Cilento zahlreiche Möglichkeiten für Boots- und Schnorchelausflüge.

Bootstouren, Schnorchelausflüge und Aktivitäten in Italien bei GetYourGuide ansehen

Hotels, Pensionen und Ferienunterkünfte in Italien bei Booking ansehen

Fazit: Schildkröten in Italien

Italien ist sowohl für Meeresschildkröten als auch für Land- und Süßwasserschildkröten ein interessantes Land. Für Urlauber steht vor allem die Unechte Karettschildkröte Caretta caretta im Mittelpunkt. Sie ist die häufigste Meeresschildkröte im Mittelmeer und kommt in allen italienischen Meeresgebieten vor.

Besonders interessant sind Sizilien, Kalabrien, Apulien und Kampanien. Aber auch auf Sardinien, an der toskanischen Küste und in der Adria können Meeresschildkröten vorkommen. Die Zahl der dokumentierten Nester an italienischen Stränden ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und die Nistgebiete reichen inzwischen weiter nach Norden.

Eine Schildkröte beim Schwimmen oder Schnorcheln zu sehen, bleibt trotzdem ein Glücksfall. Es gibt an den meisten italienischen Urlaubsorten keinen Strand, an dem eine Begegnung garantiert werden kann.

An Land können Urlauber unter anderem Griechischen Landschildkröten begegnen. Hinzu kommen Süßwasserschildkröten wie die Europäische Sumpfschildkröte sowie gebietsfremde Wasserschildkröten, die ursprünglich als Haustiere nach Europa kamen.

Für alle wild lebenden Schildkröten gilt dieselbe einfache Regel: anschauen und fotografieren ist in Ordnung, anfassen, verfolgen oder mitnehmen nicht. Besonders bei Meeresschildkröten an Niststränden sollte ausreichend Abstand gehalten werden.

Wer sich weiter mit der italienischen Tierwelt beschäftigen möchte, findet in unserem großen Überblick über Tiere in Italien weitere Informationen zu Reptilien, Meerestieren, Vögeln und anderen Tierarten.

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert